Wermelskirchen: Brustkrebs-Vorsorge startet
VON GUNDHILD TILLMANNS - zuletzt aktualisiert: 26.03.2009Wermelskirchen (RPO). Bereits im Herbst 2008 sollten die Wermelskirchenerinnen zum kostenfreien Mammographie-Screening eingeladen werden. Jetzt ist es so weit. Das Programm im Bergischen zeigt bereits NRW weit die größten Erfolge.
Praxisdaten
Frauen, die für das Mammographie-Screening in Wermelskirchen bis Juli keine Einladung erhalten, sollten sich melden unter % 02191/4224510.
Die Untersuchungen werden in der Praxis von Dr. Monika Heffinger, Bergstraße 17, in Remscheid-Lennep vorgenommen. Sie hat die Rufnummer Tel. 02191/60177 oder 60178. Dr. Bernhard-Paul Knopp aus der Radiologie-Praxis, Telegrafenstraße 25, betreut die Frauen im Wechsel mit Dr. Heffinger.
Zur kostenfreien Brustkrebs-Vorsorge werden ab sofort auch die Wermelskirchener Frauen schriftlich eingeladen. Das so genannte Mammographie-Screening soll alle 50- bis 69-jährige Frauen erfassen. Ursprünglich sollte das Programm bereits im Herbst vergangenen Jahres in Wermelskirchen anlaufen. "Jetzt ist es endlich so weit. Die Verzögerung liegt daran, dass wir für das Screening in Remscheid, Hückeswagen und Radevormwald zwei Jahre gebraucht haben", erläutert der Wermelskirchener Röntgenfacharzt Dr. Bernhard-Paul Knopp. Er nimmt die Mammographien gemeinsam mit der Lenneper Kollegin Dr. Monika Heffinger vor.
Remscheid noch toppen!
In deren Praxis werden denn auch straßenweise nun alle betroffenen Frauen aus Wermelskirchen eingeladen. Dr. Knopp rät, Fahrgemeinschaften aus den Straßenzügen zu bilden. Außerdem könnten Ersatztermine abgesprochen werden, wenn der vorgeschlagene Termin nicht einzuhalten sei. Da Brustkrebs bei entsprechender Früherkennung sehr gute Heilungschancen habe, sei es wichtig, dass die Frauen dieses kostenfreie Untersuchungsangebot auch annehmen, betont Dr. Knopp.
Er freut sich, dass dies bis dato im Bergischen bereits geschehen ist, möchte aber noch weiter motivieren: "Die Frauen aus Wermelskirchen können die Remscheiderinnen noch toppen", meint Dr. Knopp. Das Ergebnis liege zwar schon über dem Durchschnitt in Nordrhein-Westfalen: "Knapp über 60 Prozent der Frauen aus dem Bergischen sind bislang zur Mammographie gekommen, wir hoffen, dass die Rate in Wermelskirchen noch gesteigert wird", sagt Dr. Knopp. Denn bei immerhin zwölf Prozent habe die Früherkennungsrate in der ersten Screening-Runde im Bergischen gelegen, NRWweit aber nur bei 7,5 Prozent. Angeschrieben werden nach Informationen von Dr. Knopp nun zunächst die Frauen aus Dabringhausen. Die ersten hätten sich seit Wochenbeginn auch schon zur Mammographie eingefunden. Bis Juli sollen alle Einladungen an die Frauen verschickt sein. Es könnten allerdings 69-jährige Frauen je nach ihrem Geburtsdatum bei der Briefaktion vergessen werden. Deshalb rät der Arzt: "Diese Frauen sollten sich unbedingt melden, denn ihnen steht die kostenfreie Untersuchung auf jeden Fall noch zu."
Eine Erleichterung gibt es für die Frauen aus Wermelskirchen im Gegensatz zur ersten Screening-Runde: "Neu ist, dass die Frauen nicht mehr nach Wuppertal müssen, wenn weitere Untersuchungen wie Vergrößerungsaufnahmen oder Ultraschall gesteuerte Punktionen geboten sind. So können sie Wege sparen," informiert der Facharzt. Nur bei ganz speziellen Untersuchungen oder im Urlaub werde noch nach Wuppertal weiterverwiesen.
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