Wermelskirchen: Bürgerverein oder Stadtmarketing?
VON GUNDHILD TILLMANNS - zuletzt aktualisiert: 14.01.2009Wermelskirchen (RPO). Selbstverteidigungskurse für Mädchen und Frauen sind auf jeden Fall wichtig, diese finanziell zu fördern zweifelsfrei auch. Aber was hat der Stadtmarketingverein damit zu tun? WiW bekommt schließlich Spenden und Beiträge vorwiegend aus dem Einzelhandel, teilweise aus der Industrie, dazu 20 000 Euro im Jahr von der Stadt und einen freigestellten Mitarbeiter. Dies alles aber zu dem Zweck, mit dem Geld auch wirklich Stadtmarketing zu betreiben. Wenn nun somit auch städtisches Geld über WiW als Spende deklariert in die städtische Erziehungsberatung gepumpt wird, dann steht WiW als edler Spender da. Und demnächst dann womöglich noch für den Tierschutz, wie Heinrich Niehaves gestern schon andeutete . . . Zwar seien die 1100 Euro für die Selbstverteidigungskurse maßgeblich durch zwei Spenden aus der Industrie zusammengekommen, sagte Niehaves gestern. Aber es hat doch gerade die Industrie ein vitales Interesse daran, dass mit ihren Geldern dann tatsächlich auch das Stadtmarketing finanziert wird. Deshalb muss sich der Stadtmarketingverein überlegen, ob er ein gemeinnütziger Verein "Bürger für Bürger" sein will – oder eine Organisation (eventuell GmbH), die konzentriert, zweckgebunden und vor allem ohne städtische Mittel, selbst kostendeckend professionelles Stadtmarketing betreibt.
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