Wermelskirchen: Caravaggios aus Loches bald in Wermelskirchen?
VON GUNDHILD TILLMANNS - zuletzt aktualisiert: 18.03.2008Wermelskirchen (RPO). Auf einen Wert von 100 Millionen Euro werden die beiden in der Partnerstadt Loches gefundenen Gemälde von Michelangelo Merisi da Caravaggio geschätzt. Dieser Sensationsfund aus dem italienischen Frühbarock lockt seit seiner ersten Präsentation im vergangenen Jahr in Loches die Besucherströme nur so an.,
Die Bilder wurden bereits im Jahre 1999 in der Kirche Saint-Antoine gefunden. Nach der dortigen Ausstellung sollen die Bilder aber nun dem Louvre in Paris überstellt werden. Doch zuvor würde Bürgermeister Eric Weik die wertvollen Bilder aus der Partnerstadt auch noch gerne in Wermelskirchen präsentieren. Die neuen Ausstellungsräume in der Sparkassen-Hauptstelle hielte er auch aus sicherheitstechnischen Gründen für geeignet.
Weik würde die Bilder abholen
Ein Mitarbeiter des Rathauses in Loches habe ihm mitgeteilt, dass dort jetzt über den Wermelskirchener Vorschlag beraten werde, so Weik. Eine Antwort vom dortigen Bürgermeister Jean-Jacques Descamps habe er zwar noch nicht erhalten, berichtet Weik. Doch er gebe seinen Plan, die Caravaggios in Wermelskirchen zu präsentieren, nicht vorschnell auf: „Und wenn ich die Bilder selbst in Loches abholen muss“, überlegt Weik, der sich auch bereits Gedanken über die Versicherung der wertvollen Bilder gemacht hat. „Wenn es eine Zusage aus Loches gibt, dann lässt es sich leicht und schnell klären, ob die Bilder über unsere GVV mit im Paket versichert sind oder über eine geringfügigen Aufpreis versichert werden könnten.“
Auch Heidi Engels, die Vorsitzende des Arbeitskreises Loches, hat ein großes Interesse daran, die Caravaggios aus Loches in Wermelskirchen auszustellen: „Das würde der Belebung der Städtepartnerschaft dienen und Aufmerksamkeit wecken“, meint Heidi Engels, die jetzt gemeinsam mit ihrer Komitee-Kollegin in Loches, Andrea Benda, die Angelegenheit vorantreiben will. Das Thema Caravaggio hofft Weik auch auf einem Kongress Ende Mai in Köln ansprechen zu können. Dazu sind die Bürgermeister der deutschen und französischen Partnerstädte eingeladen. Weik hat natürlich auch Jean-Jacques Descamps angeschrieben. Bei dieser Tagung soll es um neue Inhalte gehen, um eventuell einschlafende Städtepartnerschaften wieder mit Leben zu füllen.
Die Städtepartnerschaft Loches-Wermelskirchen schläft aber nicht. Zu Himmelfahrt kommt wieder eine städtische Delegation aus Loches nach Wermelskirchen, wo sich auch ein Bridge-Club aus Loches angesagt hat.
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