Wermelskirchen: Curry-Wurst mit Autogramm
VON GUNDHILD TILLMANNS - zuletzt aktualisiert: 23.07.2008Wermelskirchen (RPO). Die tapferen Wermelskirchen-Auswanderer Anke und Dirk Leithäuser, die sich mit ihrem Imbisswagen am Gardasee nach all’ den Anfangsschwierigkeiten nun gut etabliert haben, sind tatsächlich inzwischen Kult geworden.
Wir sagten dies bereits voraus – und nun ist es so weit: „Die Leute kommen schon zu uns, nur weil sie Autogramme von uns haben wollen“, berichtete Anke Leithäuser gestern am BM-Telefon.
Medien-Stars „Hasi“ und „Didi“
Denn als „Hasi“ und „Didi“ sind die beiden Exil-Wermelskirchener inzwischen richtige Medien-Stars geworden. Nachdem die Bergische Morgenpost begonnen hatte, die Leithäusers in einer Serie bei ihren Auswanderer-Abenteuern zu begleiten, wurden auch in Vox-TV die ersten Serienteile gesendet. Dann sprang die Gardasee-Zeitung auf den „Hasi“-und „Didi“-Zug auf. Und inzwischen wird auch im Gardasee-Chat-Room (www.gardasee.de) heiß diskutiert, wo „Hasi“ und „Didi“ gerade ihre Curry-Würste brutzeln. Denn die beiden haben inzwischen mehrere Standorte für ihr knallrot-gepunktetes Imbiss-Paradies.
Dennoch werden auch die unterschiedlichen Plätze von den „Hasi“- und „Didi“-Fans durchaus gefunden. Im Zweifelsfalls per E-Mail-Anfrage. Dieser Tage sind sogar vier Jungs auf Mofas die 750 Kilometer von Zell im Odenwald bis zu Leithäusers Imbiss am Garadasee angereist. Die 16- bis 21-Jährigen haben dreieinhalb Tage gebraucht und 20 Liter Benzin pro Mofa und Tag verbraucht, „nur um bei uns eine Curry-Wurst zu essen“, wundern und freuen sich Anke und Dirk Leithäuser. So wie die Jungs aus dem Odenwald lassen sich übrigens immer mehr Besucher mit den beiden vom Bratfritzen in ihren leuchtend-roten T-Shirts fotografieren, um dann natürlich auch um ein Autogramm zu bitten.
Bude heute zu – Wurst aus
Doch gestern hatten Anke und Dirk Leithäuser ausnahmsweise mal einen Ruhetag – ihren ersten übrigens, seitdem der Imbiss so richtig boomt. Der Grund: „Wir haben keine Würste mehr. In den letzten Tagen ist so viel verkauft worden“, berichtete Anke Leithäuser. Zwar hatten ihre Eltern kurz zuvor noch 240 Würste aus Deutschland geschickt und weitere 150 jetzt zu ihrem Besuch am Gardasee mitgebracht.
Aber „Hasis“ und „Didis“ inzwischen auch in Italienisch, Holländisch und Dänisch angepriesenen Curry-Würste gehen eben weg „wie warme Semmeln“. Nun muss Tante Geli aus München erst mal wieder 250 „Brutzler“ an den Gardasee schicken. Aber Leithäusers sind inzwischen auch in Verhandlung mit verschiedenen Wurst-Lieferanten.
Und den freien Tag nutzten sie gestern nicht etwa zu einem Bad im Gardasee, obwohl es dort richtig Sommer ist, im Gegensatz zu Wermelskirchen. Statt dessen machten sich „Hasi“ und „Didi“ auf Suche nach einem weiteren Standplatz für ihr mittlerweile international bekanntes Imbiss-Paradies: auf einer schönen Aussichtsplattform.
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