Wermelskirchen: Curry-Wurst schon ausverkauft
VON GUNDHILD TILLMANNS - zuletzt aktualisiert: 05.06.2008Wermelskirchen (RPO). Nach den langen Anfangsschwierigkeiten „brummt“ das Imbiss-Geschäft von Anke und Dirk Leithäuser. Die Italiener probieren Reibekuchen zwar zögerlich, aber die deutschen Würste treffen den internationalen Geschmack.
„Hasi“-Public-Viewing
Citymanager Maximilian Fresen hatte die zündende Idee: „Wir könnten doch das Kino mieten!“, meinte er für den am 10. Juni geplanten Serien-Start mit „Hasi“ und „Didi“ bei „Goodbye Deutschland“ im Vox-TV. Mal schauen, ob er die Idee wahrmacht! Public-Viewing für „Hasi“ und „Didi“? Publikum gäb’s bestimmt. Die bisherige Berichterstattung der BM ist nachzulesen unter www.rp-online.de/wermelskirchen, Kontakt zu Leithäusers gibt es unter didi_und_hasi@hotmail.de
Der lange Zwangsurlaub, das unfreiwillige Warten auf ihren neuen Existenzstart mit dem Imbisswagen am Gardasee haben sich für Anke und Dirk Leithäuser gelohnt. Bei „Hasi“ und „Didi“ brummt jetzt das Geschäft. Die Würste sind schon ausverkauft. Etwa 250 Curry-Würste und gegrillte Bockwürste im Hotdog-Brötchen, auf die die Italiener ganz besonderen Appetit entwickelt haben, sind bei den beiden Wermelskirchener Auswanderern bereits über die Theke gewandert.
Würste mit der Post aus Germany
Nur Reibekuchenfreunde scheinen die Italiener nicht zu werden, hat Anke Leithäuser festgestellt. Denn während die Einheimischen am Gardasee „Hasis“ Reibekuchen noch eher zögerlich probieren, haben die deutschen Urlauber aber bereits kräftig zugelangt: „Ich habe sieben Liter Reibekuchenteig in weniger als einer Stunde verbraucht“, berichtet Anke Leithäuser. Nun müssen sich „Hasi“ und „Didi“ aber Gedanken machen, wie sie in Sachen Curry-Wurst und Co möglichst schnell an Nachschubgelangen.
Ankes Eltern, die auch bereits vor Ort als zupackende Helfer den Start erleichtert hatten, werden nun künftig aus Deutschland die Vorräte mit DPD auf die Reise schicken. Würste gehören ebenso dazu wie auch Zutaten für „Hasis“ ganz spezielle Curry-Soße. Ursprünglich war zwar geplant, Würste aus Thüringen zu bestellen. Aber nun hat sich herausgestellt, dass die Firma dort nur Lieferungen von mindestens 200 Kilogramm abgibt: „Das wären immerhin 20 000 Würste, die sind uns auf Anhieb dann doch zu viel“, gibt Anke Leithäuser zu. Allerdings geht sie davon aus, dass der Imbiss sogar noch mehr „brummen“ wird, als es jetzt zum Start bereits der Fall ist.
Schon Konkurrenz für „Marco“
Denn in den nächsten Tagen soll der reparierte Stromgenerator aus Deutschland eintreffen. „Dann haben wir auch abends Strom und können unseren Imbiss bis in die Puppen offen halten“, nehmen sich die Leithäusers vor. Allerdings schränkt „Hasi“ ein: „Die Discos haben hier bis vier Uhr morgens auf, aber ich glaube, solche Zeiten tun wir uns mit unserem Imbiss dann doch nicht an.“
Spätestens um 8 Uhr morgens geht es jetzt für die Leithäusers mit der Arbeit los im Urlaubsparadies: Einkaufen, die Speisen vorbereiten, den Standort anfahren - vorbei die Zeit des Müßiggangs. „Mit dem Standort ist das aber so eine Sache“, gibt Anke Leithäuser zu. Denn das schöne Fleckchen, das „Hasi“ und „Didi“am Strand des Gardasees für ihren „Bratfritzen“ gefunden hatte, liegt ganz in der Nähe von „Marcos“ Restaurant. „Marco hat festgestellt, dass wir ihm schon jetzt zu viel Konkurrenz machen. Deshalb werden wir unseren Imbisswagen 500 Meter weiter rücken“, kündigt Anke Leithäuser an.
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