Wermelskirchen: Das Ehrenamt ist bedeutend
zuletzt aktualisiert: 06.09.2010Wermelskirchen (RPO). Die Freiwilligenbörse hat die Ausstellung "Ehrenamt Wk" organisiert. Die BM sprach darüber mit dem Bürgermeister.
Wie beurteilen Sie das Ehrenamt in der heutigen Zeit?
Weik Das Ehrenamt ist immer gleich bedeutend gewesen. Es zeichnet sich dadurch aus, dass Menschen sich für andere Menschen einsetzen und engagieren. Früher war der Eintritt in einen Verein oder eine andere ehrenamtliche Institution selbstverständlich. Die Großeltern und Eltern waren bereits Mitglied, und so wurden es auch die Kinder. Dies hat sich in der modernen Zeit verändert. Heute muss um die Mitglieder geworben werden, und zwar in allen Bereichen.
Ist es nicht schade, dass Vereine erst mit besonderen Leckerbissen locken müssen?
Weik Das sehe ich nicht so. Das Motto der Ausstellung heißt "Freizeit teilen, Freude erleben". Und das ist genau das, worum es beim Ehrenamt geht. Die Menschen wollen Freizeit. Und diese mit anderen zu teilen, macht nun einmal viel mehr Spaß. Ich finde es nicht schlimm, den Menschen diese Sache schmackhaft zu machen. Viele wissen nicht, wo sie sich überall ehrenamtlich engagieren können. Auch deswegen ist Werbung wichtig.
Warum ist es dennoch stellenweise schwierig, neue Mitglieder für ehrenamtliche Tätigkeiten zu gewinnen?
Weik Das Problem ist der Name. Ehrenamt klingt eher nach Rittern im Mittelalter, und viele Jugendliche legen heutzutage nicht mehr viel Wert auf die Ehre. Sie engagieren sich, um die Gemeinschaft mit anderen Menschen zu erleben und etwas Gemeinnütziges zu tun. Man muss mit der Zeit gehen. Darum finde ich den Begriff der geteilten Freizeit und der resultierenden Freude so treffend.
Kristina de Giorgi führte das Gespräch.
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