Wermelskirchen: Den Loches-Platz „sinnvoll entwickeln“
zuletzt aktualisiert: 26.11.2008Wermelskirchen (RPO). Die Lebensmitteldiscounter und -Supermärkte sind so genannte „Frequenzbringer“ auch für viele benachbarte Geschäfte. Diese eigentlich allgemeine Erkenntnis betonte in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Verkehr (StuV) mehrfach Michael Karutz, Projektleiter der Cima GmbH, die für Wermelskirchen ein Einzelhandels- und Zentrenkonzept entwickelt hat (die BM berichtete). „Die Leute kaufen in der Innenstadt. Das sollte man nicht gefährden durch Ausweisung neuer Ansiedlungsmöglichkeiten etwa auf dem Rhombus-Gelände jenseits der Bundesstraße 51n“, fügte er hinzu.
Nach dessen Vorstellung im Ausschuss betonte Beigeordneter Jürgen Graef mit Zielrichtung auf die Politiker: „Dieses Gutachten gibt ihnen Handlungshinweise. Es ist Sache der Politik, zu wägen. Ich warne aber davor, Geschäfte in wichtigen Bereichen wie an der Unteren Eich abwandern zu lassen.“
Viele Interessen
In einer kurzen Diskussion zum Gutachten, das jetzt in den Fraktionen ausführlich beraten werden soll und kann, fragte Dietmar Paulig (Grüne) nach den Möglichkeiten auf dem Loches-Platz. „Mir einer durchdachten Lösung könnte man den Bereich rund um den Loches-Platz durchaus weiter beleben“, meinte Michael Karutz. Allerdings werde man das mit den seit längerem im Gespräch befindlichen Planungen nicht erreichen. „Einen Lebensmitteldiscounter im Untergeschoss – das wird heute keiner der möglichen Interessenten mitmachen. Parken im Untergeschoss ja, aber ein Lebensmittelgeschäft muss ebenerdig ins Erdgeschoss“, betonte der Gutachter.
„Dimensionen“ klären
Wie umfassend die verschiedenen Interessenlagen bei der Entwicklung des Loches-Platzes zu berücksichtigen sind, ist dem Gutachten zu entnehmen. Darin erfahren die Politiker: „Abzuklären ist hier nicht nur die konkrete Verkaufsflächendimensionierung, sondern auch die Einbettung des Projektvorhabens in das Standortumfeld. Die städtebauliche Zielsetzung und die bereits geschaffenen baurechtlichen Rahmenbedingungen gehen von einem Nutzungsmix aus großflächigem Einzelhandel und ergänzenden Nutzungen in den Segmenten Wohnen, Gastronomie und Dienstleistungen aus. Es stellt sich hier die Frage nach einem realistischen Entwicklungsszenario.“
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