Wermelskirchen: Der Bürgermeisterkandidat
VON GUNDHILD TILLMANNS - zuletzt aktualisiert: 22.08.2008Wermelskirchen (RPO). Auf Hans-Dieter Husfeldt, den ehemaligen Leiter der Polizeiinspektion Nord, fokussieren sich jetzt CDU und SPD als Bürgermeisterkandidaten. Er ist parteilos und lebt in Remscheid. Die Kandidatenvorstellung wird vorgezogen.
Zur Person
Hans-Dieter Husfeldt ist 44 Jahre alt. Er wurde in Remscheid geboren, ist verheiratet, hat zwei Söhne, lebt in Remscheid. Er besuchte das Gymnasium in Wermelskirchen und begann 1983 seine berufliche Laufbahn bei der Polizei in Wuppertal. Nach Wach- und Wechseldienst in Köln begann er 1991 das Studium zum gehobenen Polizeidienst. Nach Studienabschluss war er sechs Jahre lang Dienstgruppenleiter in Köln und Wuppertal, Remscheid und Solingen. 1999 stieg er in den höheren Dienst auf und leitete die Führungsstelle der Bereitschaftspolizei in Bochum. 2004 wurde Husfeldt Leiter der Polizeiinspektion Nord (Wermelskirchen/Leichlingen). 2007 wechselte der Polizeioberrat zur Kreispolizei nach Bergisch Gladbach, betreut aber von dort auch die Wermelskirchener Wache mit.
Hans-Dieter Husfeldt heißt der Bürgermeisterkandidat, den die CDU und die SPD aufstellen wollen: Dies wurde unserer Zeitung gestern aus einer verlässlichen Quelle der CDU bestätigt. Zuvor hatte sich in der Stadt bereits herumgesprochen, dass der ehemalige Leiter der Polizeistation Nord (Wermelskirchen/Leichlingen) nun von anfangs sieben Kandidaten als einziger noch in den Fokus gerückt ist. Zur Erinnerung: Zuletzt war der ehemalige Leiter des Gymnasiums, Reinhard Löchelt, der lange als Favorit gehandelt wurde, abgesprungen. Zuvor waren Mechthild Stock, Uwe Caplan und Ulrich Kowalewski aus unterschiedlichen Gründen für eine Bürgermeisterkandidatur nicht mehr in Frage gekommen (wir berichteten).
Noch nicht alle informiert
Hans-Dieter Husfeldt kommentierte gestern die Nachricht seiner Bürgermeisterkandidatur zunächst noch vorsichtig: „Ich kann bestätigen, dass die CDU seit einiger Zeit mit mir Gespräche führt. Die Gespräche sind zunächst sporadisch gewesen, seit einigen Wochen aber intensiver.“ Auch die SPD Wermelskirchen sei eingebunden.
Husfeldt bestätigte auf Anfrage der Bergischen Morgenpost, dass er bis dato keiner Partei angehört. Auch habe er politisch noch nicht gearbeitet, sagte der Polizeioberrat der BM. Ob er nach seiner Aufstellung einer Partei beitreten werde, dazu wolle er sich jetzt noch nicht festlegen.
„Schließlich haben noch nicht alle Gremien, die zu entscheiden haben, auch tatsächlich entschieden. Es sind noch nicht alle informiert worden“, gab Husfeldt zu bedenken. Deshalb wolle er den formalen Weg einhalten und abwarten, bis alle politisch Beteiligten auch gehört worden seien.
Nach Informationen der Bergischen Morgenpost ist für Mitte kommender Woche eine Vorstandssitzung der CDU anberaumt. Der Vorsitzende der CDU Dabringhausen hatte gegenüber unserer Zeitung bereits avisiert, der gemeinsame Bürgermeisterkandidat mit der SPD solle nicht erst im November vorgestellt werden, wie es Stadtverbandsvorsitzender Volker Schmitz zunächst wollte. Auch Hans-Dieter Husfeldt geht davon aus, dass eine Vorstellung dann alsbald vorgezogen wird, „wenn der formale Weg beschritten und jetzt noch alle betroffenen Gremien einbezogen worden sind“, sagte er. CDU-Fraktionsvorsitzender Klaus Seeger meinte zum Procedere: „Die Kandidatenfrage ist reine Parteisache. Ich halte mich da an die Kleiderordnung.“
Weik macht die Arbeit noch Freude
Bürgermeister Eric Weik erklärt sich zwar weiterhin nicht direkt zu einer zweiten Kandidatur. Aber er sagte gestern: „Ich bin Bürgermeister und nicht Kandidat. Die Arbeit macht mir nach wie vor viel Freude. Es gibt auch viel Bestätigung, aber andererseits auch noch sehr viel zu tun – über das nächste Jahr hinaus.“
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



