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Wermelskirchen: Dialysezentrum gut gestartet

VON GUNDHILD TILLMANNS - zuletzt aktualisiert: 30.01.2010

Wermelskirchen (RPO). Seit sechs Monaten betreibt der Nierenfacharzt Ervé Garnier sein Dialysezentrum in Wermelskirchen. Die Auslastung ist für ihn mit 19 Stammpatienten zufriedenstellen. Auch funktioniert die Kooperation mit dem Krankenhaus gut.

Nierenfacharzt Ervé Garnier bei der Visite in seinem Wermelskirchener Dialysezentrum. Dorthin kommen auch Patienten aus Radevormwald, wie Günter Zakbert (r.). Vor allem Wermelskirchener Patienten wie Marlies Albrecht (l.) schätzen die kurzen Wege zur mehrmals wöchentlich notwendigen Dialyse.  Foto: RPO
Nierenfacharzt Ervé Garnier bei der Visite in seinem Wermelskirchener Dialysezentrum. Dorthin kommen auch Patienten aus Radevormwald, wie Günter Zakbert (r.). Vor allem Wermelskirchener Patienten wie Marlies Albrecht (l.) schätzen die kurzen Wege zur mehrmals wöchentlich notwendigen Dialyse. Foto: RPO

Als Zugewinn für das Wermelskirchener Krankenhaus sahen Ärztlicher Leiter und Geschäftsführer vor sechs Monaten den Einzug des Dialysezentrums im Neubau. Inzwischen hat sich die Einrichtung bewährt. Der Betrieb in der Station mit 14 Betten ist gut angelaufen. Über 19 Stammpatienten aus Wermelskirchen, Radevormwald und Hückeswagen freut sich Nierenfacharzt Ervé Garnier. Die werden bereits in zwei Schichten betreut. Sehr gut funktioniere aber auch bereits die Kooperation mit dem Krankenhaus, lobt der Leiter des Dialysezentrums.

Zugewinn fürs Krankenhaus

So wird das, was Dr. Volker Launhardt und Christian Madsen vor einem halben Jahr als "Zugewinn" bezeichneten, nun auch bereits in die Praxis umgesetzt: Nierenkranke Patienten, die wegen sonstiger akuter Leiden stationär auf der Inneren Abteilung versorgt werden, können im Haus selbst auch zugleich die Dialyse nutzen, die sie schließlich lebenswichtig mehrmals in der Woche benötigen. "Das ist eine erhebliche Erleichterung für die Patienten", weiß Garnier und fügt hinzu: Es sei mittlerweile sogar oft leichter möglich, seine Patienten im Wermelskirchener Krankenhaus unterzubringen als in Remscheid.

Info

Dialyse vor Ort

Das Wermelskirchener Dialysezentrum, Königstraße 100, ist im neuen Westflügel des Krankenhauses, unterer Eingang rechts neben den Parkplätzen zu erreichen; telefonisch unter % 885400.

So kämen vermehrt auch Remscheider in die Innere Abteilung nach Wermelskirchen und nutzten dort dann parallel auch die Dialyse. "Die Kooperation mit dem Wermelskirchener Krankenhaus lässt sich künftig sicher sogar noch ausbauen. Wir verstehen und sehr gut", sagt der Arzt.

Ins Wermelskirchener Dialysezentrum kommt jeder Patient zumeist dreimal die Woche für jeweils vier bis fünf Stunden zur Dialyse. Die Termine werden momentan noch auf zwei Tagesschichten zwischen sechs und 16 Uhr verteilt. Ervé Garnier ist aber auch bereit, bei Bedarf eine Nachtschicht anzubieten, so dass auch Berufstätige oder die Partner von Berufstätigen für sie angenehmere Termine wählen können. Er sagt aber: "Ich habe bisher nur zwei Interessenten für die Nachtschicht, wenn es vier wären, dann würde ich damit beginnen." Denn über freie Kapazitäten sowohl tagsüber als auch nachts verfüge das Dialysezentrum in Wermelskirchen noch auf absehbare Zeit: "Ich bin mit dem Start schon sehr zufrieden, aber ich habe die Einrichtung für die Zukunft konzipiert. Die volle Auslastung kann erst in Jahren erzielt werden", weiß Garnier.

In seinem Remscheider Dialysezentrum werden zur Zeit 72 Patienten versorgt. Durch sein zweites Dialysezentrum in Wermelskirchen sei aber bereits eine spürbare Entlastung zu bemerken: "Das wirkt sich für die Patienten in beiden Städten positiv aus. Es gibt keine Wartelisten für die Dialyse", betont Ervé Garnier. Das sei für die Nierenkranken auch besonders wichtig.

Quelle: RP

 
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