Wermelskirchen: Dioxin-Skandal: Tafel bekommt mehr Eier
zuletzt aktualisiert: 23.01.2011 - 12:43Wermelskirchen (RPO). Die Wermelskirchener Tafel verteilt überschüssige Lebensmittel aus dem Einzelhandel und profitiert jetzt ausgerechnet vom Dioxin-Skandal: "Wir bekommen derzeit deutlich mehr Eier-Spenden von den Geschäften als sonst", sagt Tafel-Vorsitzende Brigitte Krips.
"Die Händler würden ihre Eier nach dem Dioxin-Skandal nicht mehr los." Besonders in dieser Woche stapelten sich die Paletten mit Eiern bei der Tafel. Um eine Überschreitung des Dioxin-Wertes mache sich Krips aber keine Sorgen. "Die gespendeten Waren sind nach Angaben der Geschäfte unbedenklich", sagte Kribs auf Anfrage der Bergischen Morgenpost.
Ware ist kontrolliert
Viele Händler hätten ihr bescheinigt, dass die Ware kontrolliert und unbedenklich sei. "Wir haben darüber hinaus eine Information vom Bundesverband bekommen, dass wir uns bei Fragen an die entsprechenden Stellen wenden können." Die Spenden für die Tafel kämen nicht nur von kleinen Märkten, auch große Supermarkt-Ketten wie Aldi-Süd, Lidl, Netto und Penny Markt belieferten die Tafel.
"Die Spenden werden von den Tafel-Kunden gut angenommen", berichtet Kribs. Sie seien dankbar für jedes Lebensmittel. Bei den Wurstwaren gebe es bei der Wermelskirchener Tafel jedoch keine Veränderungen. "Die Menge ist gleich geblieben. Wir bekommen jetzt noch vermehrt Reste von den Feiertagen", so Krips. Damit sei aber bald wieder Schluss.
Einen Zusammenhang zum Dioxin-Skandal gebe es nicht. Die 45 ehrenamtlichen Mitarbeiter der Wermelskirchener Tafel versorgen seit 2007 wöchentlich rund 200 Kunden mit überschüssigen Lebensmitteln. Insgesamt seien 500 Haushalte bei der Wermelskirchener Tafel registriert.
Öffnungszeiten Di., 13.30-15.30 Uhr, Mi., 14-16.30 Uhr, Anmeldung Di., 10-12 Uhr, Vorm Eickerberg 2b.
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