Wermelskirchen: Erdwärme gratis aus der Tiefe
VON GUNDHILD TILLMANNS - zuletzt aktualisiert: 21.06.2007Wermelskirchen (RPO). Immer mehr Wermelskirchener Bauherren steigen von Öl oder Gas auf die kostensparende Erdwärme um.
Diese erneuerbare Energie kann durch Bohrungen direkt auf dem eigenen Grundstück „angezapft“ werden.Öl und Gas werden immer teurer, außerdem werden diese Ressourcen eines Tages erschöpft sein. Nach alternativen, vor allem auch Geld sparenden Energien schauen sich deshalb auch immer Wermelskirchener um, wie die Umweltbeauftragte der Stadt, Brigitte Zemella, feststellt. „Ein Trend ist dabei auf jeden Fall die Nutzung der Erdwärme. Denn die steht ständig zur Verfügung, braucht sich nicht auf wie etwa das Öl, weil sie eine erneuerbare Energie ist“, weiß Brigitte Zemella. Erdwärme sei auch nicht dem Klimawandel ausgesetzt, von daher auch keinen Versorungsschwankungen ausgesetzt, wie etwas Wind- und Sonnenenergie.
Für Nachfragen
Brigitte Zemella, die Umweltbeauftragte der Stadtverwaltung, gibt auf Wunsch weitere Informationen zum Thema Erdwärme. Sie ist im Rathaus, Raum 313, zu den Dienstzeiten persönlich oder telefonisch unter Tel. 710 620 zu erreichen.
Auch zur Kühlung
Um auch den Energiebeirat über diesen neuen Trend zu informieren, hatte sie das Gremium jetzt zu einer Erdwärmebohrung an die Mozartstraße gebeten. Dort wird im Zuge eines Neubaus durch geologische Bohrungen geklärt, ob der Baukörper durch eine Erdwärmepumpe geheizt und im Bedarfsfall sogar gekühlt werden soll. „Denn sogar die Kühlung ist möglich“, informiert die Umweltbeauftragte. So geschehe es bereits in einem Bürogebäude in Wermelskirchen, wo die zehn Grad milde Erdwärme im Sommer wegen ihrer Differenztemperatur zu den heißeren Außenwerten durchaus auch als Kühlung genutzt werden könne.
Eine erhebliche Ersparnis ergebe sich durch die Nutzung von Erdwärme dann, wenn das Gebäude über eine gute Wärmedämmung verfüge. Es müssten daher zwei Komponenten beachtet werden: Der Wärmebedarf des Gebäudes und andererseits die geologischen Gegebenheiten. Deshalb eigneten sich vorwiegend gut wärmegedämmte Neubauten für die Erdwärmenutzung. Eine landesweite Studie habe außerdem ergeben, dass gerade das felsige Bergische Land die fossile Erdwärme gut speichere und daher gute Ressourcen biete. Eine fachliche Beratung sei aber wichtig, hebt die Umweltbeauftragte hervor. Auch in Wermelskirchen hätten sich mittlerweile Fachbetriebe mit dem Thema Erdwärme ausreichend vertraut gemacht.
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