Wermelskirchen: Eröffnung im Frühjahr 2010
VON UDO TEIFEL - zuletzt aktualisiert: 28.11.2009Wermelskirchen (RPO). Die Traditionsgaststätte "Zu den drei Linden" in Dhünn wird seit 2007 umgebaut. Nach Aussage des Inhabers Klaus-Günter Benscheidt geht's jetzt aber mit den richtigen Handwerkern zügig voran.
Tut sich was? Oder tut sich nichts? Spaziergänger werfen schon mal einen Blick in den zusehends renovierten Baukörper an der Straße "Staelsmühle". Bürger tuscheln. Die wildesten Gerüchte sind im Dorf unterwegs. Im Hinterhof stehen zwei Autos aus Leipzig. Trockenbau steht drauf. Und Lichtquellen im Gebäude lassen vermuten, dass fleißig gearbeitet wird. "Der Kölner Dom ist auch nicht an einem Tag gebaut worden", lacht Klaus-Günter Benscheidt – der leichte Sarkasmus in seiner Stimme ist da nicht zu überhören. Der Besitzer des Traditionslokals "Zu den drei Linden" in Dhünn erklärte gestern im Gespräch mit dieser Zeitung bestimmt: "Wir eröffnen 2010."
Der studierte Jurist Benscheidt hatte das Ausflugslokal "Zu den drei Linden" in Dhünn Anfang 2007 ersteigert. Viele Jahrzehnte war die Gaststätte von fünf Generationen der Familie Bockhacker betrieben worden. Dann wurde das Haus verkauft und sollte modernisiert werden. Bevor es dazu kam, wurde das Gebäude weiter verkauft – unes sollte zu einer Fachschule für Köche umgewandelt werden. Es kam aber zu Schwierigkeiten, durch die letztlich das Anwesen zur Zwangsversteigerung kam.
Die avisierten Eröffnungstermine – erst Frühjahr, dann Herbst 2007 und dann Frühjahr 2009 – wurden nicht eingehalten. "Es ist ein recht aufwändiges Projekt", so der Inhaber gestern zur BM. Auch mit manchen Handwerker habe er nicht immer Glück gehabt. "Zuletzt musste ich den Bauleiter austauschen", so Benscheidt. Nun aber gehe es voran: "Mai, Juni 2010 ist ein Termin, der von mir angepeilt wird."
Im Laufe der Sanierungsphase erlebte der Inhaber immer neue Überraschungen. So hatte ihm ein Statiker erst im Nachhinein eröffnet, dass das Hotel in zwei bis vier Jahren von selbst eingestürzt wäre. "Ich bin auch einfach zu unerfahren an die Sache herangegangen. Dabei hat auch viel Kindheitssentimentalität eine Rolle gespielt." Ihm habe das alte Hotel einfach gut gefallen und da habe er zugegriffen und gehoffe: "Es kann schon nicht so schlimm werden."
Die Mehrkosten, so sagte er unserer Zeitung, seien so gestiegen, "davon hätte man auch ein neues Hotel bauen können. Geplant ist ein schönes, niveauvolles Hotel mit mindestens drei Sternen und ein Restaurant. Die künftigen Hotelzimmer und auch die Gasträume sollen den gehobenen Wünschen der künftigen Gäste entsprechen.
Nicht in der Zwangsversteigerung
Die Gerüchte, das Haus befände sich wieder in der Zwangsversteigerung, dementierte er. Und ein Handwerksmeister unterstreicht dies aus seiner Erfahrung. Dachdeckermeister Klaus Frowein: "Wenn alle Kunden die Zahlungswilligkeit von Herrn Benscheidt hätten und so schnell und pünktlich zahlen würden, hätten alle Handwerker keine Probleme."
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