Wermelskirchen: Erstmals richtig zufrieden
VON WERNER JANUSZEWSKI - zuletzt aktualisiert: 29.05.2008Wermelskirchen (RPO). Mit Sekt und Pizza feierten in der vorigen Woche „Hasi“ und „Didi“ den Erfolg, endlich die Lizenz für den Verkauf von Curry-Wurst & Co in Händen zu haben. Während in Deutschland Feiertag war (Fronleichnam), heizten die beiden Auswanderer im schönen Ponti Sul Minciu am Gardasee die Friteuse und den Wurstgrill an.
Doch die Euphorie, dass es nun endlich richtig los gehen konnte, erhielt schlagartig einen Dämpfer. Anke Leithäuser: „An unserem Stromgenerator machte sich eine Schraube selbstständig, flog in den Motor – und das war’s dann mit der Stromversorgung.
Besonders schlimm: Nun funktionierte auch der Kühlschrank nicht mehr. Zumindest nicht elektrisch. Klar, wir waren über diese Panne ziemlich sauer.“
Ersatzteil „dauert“
Der Versuch, über die Firma, bei der sie in Deutschland den Generator gekauft hatten, schnellste Hilfe zu bekommen, war bis gestern schon mal vergeblich. „Die wollen sich das Teil erstmal ansehen. Doch wann das geschieht ist noch gar nicht klar“, sagt Anke Leithäuser.
Kampferprobt, wie „Hasi“ und „Didi“ inzwischen sind, kam eine erneute Verschiebung des Grill-Starts nicht in Frage. „Wir wollten auf jeden Fall eröffnet. Das haben wir auch geschafft“, berichten sie, denn immerhin gab’s in der Wohnung einen Gaskocher – der nun wertvolle Dienste leistet. Auch für den Kühlschrank gab’s eine sehr findige Lösung, auf die man erstmal kommen muss:
„Wir haben im Gefrierfach unseres Kühlschranks in der Wohnung Wasserflaschen eingefroren. Die werden nun seit Donnerstag täglich in den Kühlschrank im Imbisswagen gelegt, geben die Kälte ab und halten so den Kühlschrank samt Ware auf idealen sechs Grad Celsius und auch das Tiefkühlfach auf Minusgraden“, berichtet Anke Leithäuser über die Umsetzung der rettenden Idee. Und sie fügt hinzu: „Dem Gesundheitsamt ist’s doch egal, wie der Kühlschrank kühlt. Die Temperatur muss stimmen. Das tut sie.“
Kunden haben sich nicht nur am Eröffnungstag sondern inzwischen auch kontinuierlich eingestellt. „Es läuft“, freuen sich darum „Hasi“ und „Didi“. „Auf den umliegenden Campingplätzen sind wir im Gespräch. Von dort kommen auch schon die Gäste – vor allem Deutsche und Holländer“, berichtet „Hasi“. Aber auch Italiener wurden bereits etliche gesichtet, die einfach mal probieren wollen, was denn da „exotisches“ aus dem Norden angeboten wird.Besonders gut läuft das Geschäft mit jungen Gästen.
„Es kam ein Bus mit Schülern, die auf Abschlussfahrt waren. Die freuten sich über vertraute Currywurst mit Pommes und Mayo“, freut sich auch Anke Leithäuser. Und weil auf den umliegenden Campingplätzen noch mehr solcher Klassen sind, ist der „Kundennachschub“ einigermaßen sicher. „Übrigens haben wir ein spezielles Sparmenü, das toll ankommt: Currywurst mit Pommes und Mayo, dazu ein halber Liter Kola für fünf Euro. Erwachsene können alternativ Bier dazu bekommen, dann kostet’s 5,30 Euro.“ berichtet Anke Leithäuser.
Und trotz der erneuten, nunmehr jedoch technischen Probleme, sagt sie: „Am Dienstag waren wir erstmals so richtig zufrieden!“
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



