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Wermelskirchen: Finn regiert zum zweiten Mal die Kinderstadt

VON BIRTHE ROSENAU - zuletzt aktualisiert: 22.07.2010

Wermelskirchen (RPO). Mit dem Megaphon trommelt Jimmy Karpinski die kleinen Einwohner zusammen. "Bürgerversammlung", schallt sein Ruf durch die Kinderstadt. Schnell finden sich alle in der kleinen Halle ein. Denn heute steht dort ein spannendes Thema auf der Tagesordnung: Der neue Bürgermeister, sein Stellvertreter und der Stadtrat werden bekannt gegeben. Erschienen ist dazu auch der "große" Bürgermeister, Eric Weik. "Auch für mich ist das ein toller Tag", erzählt er. "Denn das bedeutet ja, dass ich die nächsten Wochen Urlaub machen kann." Großes Gelächter im Saal.

Der kleine Bürgermeister Finn Klophaus mit dem großen Bürgermeister Eric Weik. Foto: RPO

Natürlich weiß jedes Kind, dass Finn Klophaus, der es zum zweiten Mal geschafft hat, Bürgermeister zu werden, nur begrenzte Befugnisse hat. Und zwar in der Kinderstadt in der Katt, die noch bis zum Abschlussfest am 29. Juli täglich für 161 Bewohner ab sechs Jahren öffnet. Erwachsene haben keinen Zutritt. Der Stellvertreter des Zwölfjährigen – sein Großvater sitzt übrigens für die SPD im Rat – ist der zehnjährige Felix Vornehm. Als Stadträte wurden Julian Korn (10), Marco Kottmann (11) und Käthe Schmidt (10) gewählt.

Jessica Jung und Michael Haaser, die zum vierten Mal das Ferienprogramm auf die Beine gestellt haben, freuten sich besonders, dass auch eines der zehn Kinder von der Lebenshilfe in den Rat gewählt wurde. "Ich finde, da machen wir den richtigen Politikern noch was vor", betonte Haaser. Viel Herzblut stecke auch in diesem Jahr wieder in der Kinderstadt. 40 Betreuer, viele "Wiederholungstäter", kümmern sich um den reibungslosen Ablauf.

Finn hat sich vorgenommen, die Stadt gut zu verwalten und Lösungen für Probleme der Bürger zu finden. Während seiner ersten Amtszeit vor zwei Jahren habe er dafür gesorgt, dass alle sich eine Arbeit suchen: "Jetzt bettelt hier keiner mehr", so Finn. Auch die Post war seine Idee. Kostenlosen Eintritt für den Freizeitpark und Wassereis für alle wünscht sich Stadtrat Julian. Und Marco möchte einen Basketballplatz.

Eine neue Werkstatt

Alles ist in diesem Jahr noch ein bisschen perfekter geworden in der Stadt. Zudem ist die Kosmetikwerkstatt neu hinzugekommen und bei der Schmuckwerkstatt wird nun auch mit Metall gearbeitet. Vor dem Beginn der Eltern freien Zone können nun die Erwachsenen den Kindern Briefe hinterlassen.

Quelle: RP

 
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