Wermelskirchen: Frischer Wind in der Radiologie
VON GUNDHILD TILLMANNS - zuletzt aktualisiert: 11.10.2007Wermelskirchen (RPO). Chefarzt Dr. Peter Weikenmeier hat jetzt seinen Dienst angetreten. Er möchte die digitale Röntgentechnik im Krankenhaus einführen. Geschäftsführer Christian Madsen rechnet mit einer Investition von 300 000 Euro.
Die Röntgenabteilung (Radiologie) des Krankenhauses hat einen neuen Chefarzt: Dr. Peter Weikenmeier aus Köln hat seinen Dienst am Dienstag angetreten. Gestern stellte sich der 61-Jährige der Presse vor, doch er ist in Wermelskirchen kein Unbekannter. Nach dem Weggang des ehemaligen Radiologie-Chefarztes Dr. Frank Gilger hatte er die Vakanz bereits ein halbes Jahr lang überbrückt und war auch zuvor regelmäßig als Urlaubsvertreter für Dr. Gilger eingesprungen.
„Dienen auf gleicher Augenhöhe“
„Ich muss mich gar nicht erst eingewöhnen, hier ist mir alles schon vertraut“, freut sich der neue Chefarzt. In dieser Position, die auch seine letzte Anstellung bis zu seiner Pensionierung mit 65 Jahren sein werde, sehe er noch einmal „eine neue Herausforderung nach einem bewegten und abwechslungsreichen Berufsleben“, betont der Facharzt. Im Wermelskirchener Krankenhaus habe er bereits die kollegiale Zusammenarbeit auch mit den anderen Abteilungen schätzen gelernt.
Zur Person
Peter Weikenmeier wurde am 28. Januar 1947 in Hannover geboren. Seit seinem dritten Lebensjahr wohnt er in Köln. Er absolvierte 1972 sein Staatsexamen, wurde 1974 als Arzt approbiert und promovierte im selben Jahr. Er war von 1979 bis 1982 Assistenzarzt und dann Oberarzt der Radiologie an den Krankenanstalten in Köln-Merheim. Von 1983 bis 1985 war er niedergelassener Arzt in Schwelm, von 1985 bis 1990 Oberarzt am Franziskus-Krankenhaus in Köln. In einer Kölner Gemeinschaftspraxis war er von 1991 bis 1993 war er a erneut als niedergelassener Arzt tätig. Seit 1994 wurde er zu Praxisvertretungen auch in mehreren Hospitälern wie auch im Krankenhaus Wermelskirchen eingesetzt.
„Mir ist hier auch der freundliche Umgang mit den Patienten positiv aufgefallen“, betont Dr. Peter Weikenmeier, der es sich eines in seinem langen Berufsleben zur Philosophie gemacht hat: „Dienen auf gleicher Augenhöhe“. Er verstehe sich nicht „als Herrgott in Weiß“. Die Röntgenabteilung sei eine wichtige Schaltstelle im Krankenhaus, weiß Dr. Weikenmeier und „rennt“ bei dem neuen Geschäftsführer des Krankenhauses, Christian Madsen, mit seinen Modernisierungwünschen für diese Abteilung auch gleich „offene Türen ein“. Denn der neue Radiologie-Chefarzt möchte am hiesigen Krankenhaus die Digitalisierung in der Röntgentechnik und- archivierung einführen. Dafür sei eine Investition von bis zu 300 000 Euro notwendig, die sich aber schnell wieder amortisieren werde. Christian Madsen hofft, dass die Umstellung der Radiologie auf Digitaltechnik vielleicht sogar schon im nächsten Jahr zu realisieren sein wird – auf jeden Fall aber noch in der Dienstzeit des neuen Chefarztes. Den Vorteil der digitalen Radiologie sehen beide in einer schnelleren und besseren Vernetzung mit den Stationen und darüber hinaus auch bei Bedarf mit den niedergelassenen Ärzten. Auch könne die Strahlenbelastung für die Patienten minimiert werden, betont Dr. Weikenmeier. Und es müssten keine Filme mehr entwickelt werden, was Zeit, Geld und Wege spare.
Ansonsten sei er mit dem technischen Equipment zufrieden. Neben der Einführung der neuen Digitaltechnik liege es ihm aber nun am Herzen, so schnell wie möglich auch einen festen Vertreter zu finden. Denn wie sein Vorgänger bleibt Dr. Weikenmeier der einzige festangestellte Arzt in der Krankenhaus-Radiologie.
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