Wermelskirchen: Gaspreis-Entwicklung derzeit völlig offen
zuletzt aktualisiert: 17.04.2009Wermelskirchen (RPO). Ob die Wermelskirchener Gaskunden eine dritte Gaspreis-Senkung in diesem Jahr erwarten dürfen, ist derzeit völlig offen. Erst zum 1. April hatte die BEWdie Gaspreise gesenkt. Übrigens um 32 Prozent gegenüber dem Start der Heizperiode im Oktober 2008 bei dem Sondervertrag "Basis Haushalt" mit einmonatiger Kündigungsfrist.
Dort zahlen die Kunden derzeit einen Arbeitspreis von 5,99 Cent je Kilowattstunde. BEW-Geschäftsführer Wilhelm Heikamp befürchtet eher wieder eine Steigerung zum 1. Oktober. "Ich rechne damit, dass die OPEC-Staaten auf ihrer nächsten Sitzung beschließen werden, die Fördermengen zu senken. Und damit steigt auch wieder der Ölpreis. Was sich dann mit gewisser Verzögerung auch auf den Gaspreis auswirken wird."
Abhängig sei der Gaspreis aber sicherlich auch von der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung – und letztlich von der globalen Wirtschaftskrise. "Tendentiell rechne ich schon damit, dass der Ölpreis wieder steigen wird. Aber wann und mit welchen Auswirkungen, das kann ich nicht sagen."
Der in einer von der Grünen-Bundestagsfraktion in Auftrag gegeben Studie formulierte Vorwurf, die Gasversorger geben nur rund die Hälfte der möglichen Preissenkungen an die Verbraucher weiter, weist Heikamp massiv zurück. "Das ist einfach falsch", so der Geschäftsführer. So betrage seit dem 1. April der Arbeitspreis bei dem flexiblen Tarif 5,99 Cent je Kilowattstunde. Vor der Heizperiode lag der Preis noch bei 7,83 Cent. "Wir haben damit die Ölpreissenkung 1:1 weitergegeben. Diese Pauschalverurteilung ist nicht korrekt", sagt Heikamp im BM-Gespräch.
Die Kunden, die im Herbst 2008 die Sonderverträge "Sicher Warm 1" mit einjähriger Preisbindung und "Sicher Warm 2" mit zweijähriger Preisbindung unterschrieben haben, zahlen jetzt mehr: Bei einem jährlichen Verbrauch bis zu 20 000 Kilowattstunden sind es 7,35 (Warm 1) oder 7,00 (Warm 2) Cent. Bei einem höheren Verbrauch sinkt jedoch der Arbeitspreis.
"Diese Kunden haben in der Heizperiode im Winter durchschnittlich 100 Euro gegenüber dem flexiblen Tarif gespart", rechnet Heikamp vor. Von daher sei dieser Schritt in die Festpreis-Verträge für die Kunden nicht verkehrt gewesen: "Die Heizperiode endet jetzt – und damit kommen nun erst die Kunden mit dem flexiblen Tarif in den Genuss der Preissenkung."
Die Preisänderung gilt übrigens nur bis 30. September 2009. Dann wird neu gerechnet.
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