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Wermelskirchen: Günter Jäckle – 25 Jahre im Dienst für die Jugend

zuletzt aktualisiert: 18.08.2008

Wermelskirchen (RPO). „Das Trommeln um seine Person mag er gar nicht“, sagte Simone Kugler-Haase, Vorsitzende der Gesellschafterversammlung der Evangelischen Jugendhilfe Bergisch Land gGmbH, beim Sommerfest der Jugendhilfe an der Remscheider Waldhofstraße. Gemeint war Geschäftsführer Günter Herrmann Jäckle, der am 1. Juli 1983 seine Tätigkeit im Evangelischen Kreiskinderheim Wermelskirchen zunächst als Hausvater und stellvertretender Heimleiter begann. Mittlerweile steht er an der Spitze der größten Jugendhilfe-Einrichtung im Bergischen Land. Grund genug für die Gesellschafter-Versammlung sowie für alle Mitarbeiter, ihren Chef gebührend zu ehren.

Glückwünsche für Günter Jäckle (Mitte) gab’s unter anderem von (v.l.) Markus Emonts, Simone Kugler sowie (v.r.) Jörg Löwe und Silke Gaube. Foto: RPO

Bescheiden und etwas verlegen

Bescheiden und ein wenig verlegen ließ Günter Jäckle diese Überraschung über sich ergehen. Natürlich freute er sich über die Sympathiekundgebungen seiner Mitarbeiter. Es begann mit einem Trommel-Inferno. Die Gruppe „slap attack“ aus Wuppertal lenkte einleitend mit heißen Samba-Rhythmen die Aufmerksamkeit aller auf diesen „Handstreich“ der Mitarbeiter. „Ein großes Dankeschön für Sie“,

sprach Kugler-Haase Günter Jäckle an. „Sie haben das Bild der Evangelischen Jugendhilfe nach außen wie kein anderer vertreten.“ Sie überreichte ein Geschenk und beendete ihre Glückwünsche mit einem irischen Segensspruch: „Möge Gott dir immer gewähren: Sonnenstrahlen, die dich erwärmen, Mondlicht, das dich verzaubert, einen Engel, der dich vor Schaden bewahrt.“   In seiner Antwort betonte der Geehrte, dass ohne die Mitarbeiter diese Arbeit nicht möglich sei. „Ich möchte auf keinen einzigen verzichten“, sagte er während eines persönlichen Gespräches. Sichtlich gerührt nahm der 58-Jährige von jedem seiner Mitarbeitern eine Rose entgegen, die ihm zu ehren das Lied von Hannes Wader „Heute hier, morgen dort“ umdichteten: „Es wird uns klar, nichts bleibt uns, wie es war.“ Das kann Günter Jäckle nur bestätigen. Wer hätte gedacht, dass er in der Bundeswehr gedient hatte? „Damit habe ich gebrochen“, sagt er heute. „Ich habe nach acht Jahren Bundeswehrzeit den Kriegsdienst verweigert.“ Den Nato-Doppelbeschluss (Beschluss des Nato-Rates über die Stationierung neuer bodengestützter nuklearer Mittelstreckenwaffen in Europa) habe er nicht mittragen können.

Mitgestalten ist wichtig

Mitgestalten ist für Jäckle wichtig. Bis zum Jahre 2000 engagierte er sich neben seiner beruflichen Tätigkeit ehrenamtlich als Prädikant der Evangelischen Kirche im Rheinland, als Mitglied im Jugendhilfeausschuss der Stadt Wermelskirchen, als Stellvertretender Vorsitzender im Ausländerbeirat, im Arbeitskreis Pro Asyl und als Schöffe im Jugendgericht.

Seine weiteren Ziele? Mit 63 Jahren in den Ruhestand zu gehen und über den Jakobsweg zu pilgern. Außerdem möchte Jäckle weiterhin Gitarre zu spielen – Hannes Waders Lied ertönte nicht von ungefähr – und dann vielleicht auch eine ehrenamtliche Tätigkeit übernehmen.

Quelle: RP

 
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