Wermelskirchen: Hasi nervt strategisch
VON GUNDHILD TILLMANNS - zuletzt aktualisiert: 06.01.2009Wermelskirchen (RPO). Eine erfolgreiche Zeit auf dem Weihnachtsmarkt im italienischen Garda geht heute für die Wermelskirchen-Auswanderer Anke und Dirk Leithäuser zu Ende. Obwohl auch diesmal nicht alles ohne Tücken für Hasi und Didi vom knallroten Imbissparadies ablief. Aber das sind die Leithäusers seit ihrem Auszug aus den Bürgerhäusern Ostern 2008 auch nicht anders gewöhnt.
Schlange für Pommes gestanden
Doch Anke Leithäuser hat jetzt den Dreh heraus, wie sie der italienischen Bürokratie ein Schnippchen schlagen kann: „Immer wieder nerven, so lange nachfragen und auf die Nerven fallen, bis die einen loswerden wollen und schließlich sagen: Dann stellt euch eben mit eurem Imbisswagen dahin“, verrät Hasi ihre Strategie.
Denn eigentlich wollten sie die italienischen Ordnungshüter vom Weihnachtsmarkt in Garda vertreiben. Doch nun konnten sie doch bis zum Schluss bleiben und machten an einigen Tagen sogar Rekordumsätze: „Am zweiten Weihnachtstag haben wir 35 Kilo Pommes durch die Friteusen gejagt. Die Leute haben Schlange gestanden und ganz geduldig 20 Minuten auf ihre Pommes gewartet. Neben uns steht zwar auch noch eine Pommesbude, aber da geht niemand hin“, berichtet Anke Leithäuser stolz und verrät ihr ganz besonderes Pommes-Frites-Rezept: „Es liegt am Salz, wir verwenden ein besonderes Pommes-Salz, das bringt den Pep.“
Hasi und Didi waren denn auch während der Feiertage mal wieder im Fernsehen zu bewundern. Denn Vox-TV brachte einen Rückblick auf die Höhepunkte der Auswanderergeschichten. Fürs Frühjahr hat sich das Drehteam nun wieder bei Anke und Dirk Leithäuser am Gardasee angesagt. Aber der Winter hat jetzt mit seinen Umbilden auch am Gardasee Einzug gehalten. Hasi und Didi müssen frieren, wissen sich aber zu helfen.
„Im Imbisswagen wärmen wir uns an der Friteuse. Und in unserer Wohnung kuscheln wir uns in Decken und machen die Teelichter an. Die wärmen auch“, schmunzelt Anke Leithäuser. Denn der nahe See lasse das Wohnzimmer enorm abkühlen: „Wir haben dort maximal 17 Grad,“ gibt sie zu, fügt aber sogleich wieder vergnügt hinzu: „Wir sind ja tagsüber sowieso immer im Imbiss, und das Arbeiten hält uns warm.“ So werden die Beiden zum ersten Mal in ihrer neuen Heimat überwintern.
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