Wermelskirchen: „Hasi“ packt schon den Bikini aus
VON GUNDHILD TILLMANNS - zuletzt aktualisiert: 26.03.2008Wermelskirchen (RPO). Mit einer Zitterpartie begann für Anke und Dirk Leithäuser, inzwischen besser bekannt als „Hasi“ und „Didi“ vom Imbiss-Paradies, die Auswanderung von der Eich an den Gardasee. Schneeverwehungen und Stürme waren für den Brennerpass angesagt. Die Autofahrer wurden seit Donnerstag bereits gewarnt, die Alpen zu meiden. Doch „Hasi“ ist keine Angsthäsin. Und das wirkte.
In Österreich schneite es zwar noch. Aber als „Hasi“ und „Didi“ Ostermontag aus dem Brenner-Tunnel herausfuhren, begrüßte sie ihre neue Heimat Italien mit Sonnenschein. War der Auswanderer-Konvoi samt Vox-TV-Team bis dahin noch reibungslos durchgekommen, so schlug den Leithäusers allerdings kurz vorm Ziel der italienische Osterverkehr noch ein Schnippchen: „Wir haben für die letzten fünf Kilometer zwei Stunden gebraucht“, berichtete Anke Leithäuser gestern der BM. Trotzdem war sie seit der Frühe schon froh gelaunt dabei, mit ihrem Mann Dirk die neue Wohnung einzuräumen. Und die Fernseh-Leute filmten die Leithäusers beim Schuften. Der erste Sendetermin steht aber noch nicht fest.
Im Rathaus angemeldet
Gestern Morgen hatten sich die Leithäusers auch schon in aller Frühe im Rathaus in Ponti Sul Minciu angemeldet. Und nun war’s perfekt: Goodbye Wermelskirchen. Abends sollte dann nach der Plackerei in der neuen Wohnung auf dem Campingplatz gegrillt werden. Und als Anke Leithäuser hörte, dass es in Wermelskirchen schneit, da fühlte sie sich umso mehr bestärkt im Entschluss, Italien als neue Heimat auserkoren zu haben: „Ich ziehe mir heute noch den Bikini an“, wollte sie die Daheimgebliebenen neidisch machen.
Für die „Emigration“ war übrigens auf lange Hand alles bestens vorbereitet worden. Nach dem „Check-out“ aus den Bürgerhäusern wurde der Möbelwagen auf die Reise nach Italien vorgeschickt. „Hasi“, „Didi“ und natürlich Katze Tinka machten noch einen Umweg, um die Verwandtschaft einzusammeln. Als Erstes ging‘s nach Düren zu „Hasis“ Eltern. Alfred und Gisela Mathes hatten alles in ihr Auto mit dem starken Motor gepackt, um den Imbisswagen über den Brenner ziehen zu können. Denn „Hasi“, „Didi“ und Tinka wollten am Ostersonntag noch in Richtung München-Ottenhofen vorfahren. Dort warteten bereits Tante Geli und Onkel Schorsch Oberhuber, die sich dem Auswanderer-Konvoi ebenfalls anschließen wollten.
Tante Geli hatte sogar für die ersten Tage am Gardasee schon vorgekocht: Münchner Spezialitäten inklusive. Auf dem Campingplatz stand bereits der Wohnwagen der Leithäusers, in dem sie jedes Jahr Urlaub gemacht hatten, als erstes Anlaufdomizil bereit. Eltern, Onkel und Tante haben auf dem Campingplatz einen Bungalow gemietet und werden bis Anfang April dort bleiben, um Starthilfe zu geben.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



