Wermelskirchen: Hat Hasi wirklich so kurze Dackelbeinchen?
VON GUNDHILD TILLMANNS - zuletzt aktualisiert: 18.09.2008Wermelskirchen (RPO). Didi stellt ein Fußbänkchen vor den Imbisswagen: „Damit du mit deinen kurzen Dackelbeinchen auch raus kommst“, sagt er liebevoll zu Gattin Hasi. Eine Szene aus „Goodbye Deutschland“ mit Anke und Dirk Leithäuser aus Wermelskirchen.
Die Leithäusers, alias Didi und Hasi vom Imbiss-Paradies am Gardasee, halten zusammen wie Pech und Schwefel, verstehen sich auch ohne Worte, necken sich gerne (siehe Dackelbeinchen).
Manchmal reicht auch schon eine Andeutung. Hasi: „Du weißt, was das bedeutet....“ Didi: „Ja, Kartoffeln schälen!“ Am Dienstag sah’s bei Vox zwar noch so aus, als ob Hasi und Didi ihr Auswandererabenteuer bald abbrechen müssten. Sogar die Kusine aus Deutschland und der väterliche Freund Gino, Besitzer des Campingplatzes, hatten vor der Kamera gemeint, Didi und Hasi sollten besser nach Wermelskirchen zurückkehren.
Wie die Leser unserer Serie wissen, sind Anke und Dirk Leithäuser aber mittlerweile aus dem Gröbsten heraus und können kostendeckend arbeiten: „Das wird dann in der nächsten Folge am 23. September gezeigt“, kündigt Anke Leithäuser an. Und ihre Kusine hat sich inzwischen bei ihr entschuldigt. Auch Gino hat seine Meinung revidiert und ermuntert Leithäusers inzwischen, weiter zu machen.
Didi und Hasi haben ihre vormalige Heimatstadt Wermelskirchen aber nicht vergessen: „Egal, woher die Kunden kommen, ob aus Hippen-Indien oder sonst wo her, Hauptsache, sie kommen!“, hatte sich Dirk Leithäuser gewünscht. Nun mag es nicht verwundern, wenn den Fernsehzuschauern, mal abgesehen von eingefleischten Dellmännern, das „Land“ Hippen-Indien weder geographisch noch ansonsten ein Begriff ist.
Wo ist Hippen-Indien?
Denn nur eingeweihte, echte Wermelskirchener wissen: Hippen-Indien ist die Bezeichnung für die Siedlung Frohntaler Straße/Stadtrand. Dort bekamen die „Siedler“ nur die Baugenehmigung und entsprechende Zuschüsse für ihre Häuschen, wenn sie sich auch zur Tierhaltung verpflichteten. Und Hippen, also Ziegen, waren dort keine Seltenheit.
Bekannt machen Hasi und Didi aber nicht nur Wermelskirchen, sie sind inzwischen auch eine Touristenattraktion am Gardasee. „Wir sehen es den Leuten schon an, wenn sie vorsichtig auf uns zukommen. Dann fragen die meisten: Kann es sein, dass Sie Hasi und Didi sind?“, erzählt Anke Leithäuser. Auch Besuch aus der Heimat hat sich dieser Tage wieder bei Leithäusers eingestellt: „Zehn Bekannt, Onkel und Tante sind bei uns am Gardasee“, listet Anke Leithäuser auf.
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