Wermelskirchen: Höhepunkte in Markt 9
VON GUNDHILD TILLMANNS - zuletzt aktualisiert: 03.01.2009Wermelskirchen (RPO). Bilder des international bekannten Multitalents Armin Mueller-Stahl werden zum zweiten Mal gezeigt. Außerdem gibt es eine Gedenkausstellung für den verstorbenen Wermelskirchener Künstler Friedrich Dicke.
Die Ausstellungen
Den Auftakt der Ausstellungen im neuen Jahr macht Michael Dangel in Markt 9. „Streifzüge – Acryl trifft Druck“ ist seine Präsentation vom 11. bis 31. Januar überschrieben, Vernissage ist am 9. Januar, ab 19.30 Uhr. Im Februar stellen Brigitte Keller und Hendrine Mebus, im März Arabella Hover, im April Gisela Matenar aus. Nach der Gedenkausstellung für Friedrich Dicke im Mai sind die Monate Juni und Juli noch zu vergeben, Engels wird dies spontan tun. Im August ist Sommerpause. Brigitte Wieland und Gundhild Tillmanns stellen im September aus, im Oktober gibt es eine Kindermalaktion zu „Max und Moritz“ von Wilhelm Busch. Jahreshöhepunkt verspricht die Ausstellung des internationalen Künstlers Armin Mueller-Stahl im November und Dezember zu werden.
Zwei besondere Höhepunkte, einen lokalen und einen internationalen,erwarten die Kunstfreunde in diesem Jahr in Markt 9. Dem stellvertretenden Vorsitzenden des Kunstvereins, Heinz Engels, ist es gelungen, zum zweiten Mal über das Kunsthaus Lübeck Werke des international bekannten Schauspielers, Musikers, Schriftstellers, Malers und Zeichners Armin Mueller-Stahl zu bekommen.
Zum zweiten Mal Mueller-Stahl
Als Schauspieler ist Mueller-Stahl bald in „Die Buddenbrooks“ als Konsul zu bewundern, als hochtalentierten Maler und Zeichner kennen ihn auch die Wermelskirchener bereits von seiner ersten Ausstellung in Markt 9, die Engels im März 2007 organisieren konnte.
Und für die lokale Kunstszene hat Engels eine Rarität aufgetan: Die vier Kinder des verstorbenen, bekannten Wermelskirchener Berufskünstlers Friedrich Dicke stellen aus dem Nachlass Originale für eine Gedenkausstellung vom 3. bis 24. Mai zur Verfügung. Gezeigt werden Zeichnungen, Radierungen und Kalligrafie, denn Friedrich Dicke war ein Meister der akribischen Zeichentechniken. In vielen Wermelskirchener Häusern hängen bis heute seinen stimmungsvollen Landschaftsbilder und Stilleben.
Dickes Tochter Karin Stöcker wird gemeinsam mit Heinz Engels diese Gedenkausstellung vorbereiten: „Wir Geschwister freuen uns, dass unser Vater auf diese Weise noch einmal gewürdigt wird“, sagte sie der BM. Die Werke des Vaters seien zu gleichen Teilen auf die drei Töchter und den Sohn aufgeteilt worden, ließen sich aber leicht zusammentragen, da alle in Wermelskirchen und der Nachbarschaft lebten, berichtet Karin Stöcker.
Friedrich Dicke (1925 bis 2005) hatte die Werkkunstschule Köln besucht und war seit 1954 als hauptberuflicher Künstler in Wermelskirchen tätig. Auch in seiner Heimatstadt fehlte er bei keiner Ausstellung, war einer der bekanntesten Künstler vor Ort. Seine Begabung hat Friedrich Dicke an die Töchter Karin und Edda Stöcker weitergegeben. Karin Stöcker stellte auch gemeinsam mit dem Vater aus, hat jetzt allerdings ein Bilderrahmengeschäft übernommen und keine Zeit mehr für die eigene Kunst. Edda Stöcker ist allerdings aktiv in einem eigenen Atelier in Burscheid.
Einer der „Altmeister“
In seinen letzten Lebensjahren war Friedrich Dicke künstlerisch nur noch selten in Erscheinung getreten, da er seine kranke Ehefrau betreute. Heinz Engels war Dicke als einer der „Altmeister“ der heimischen Kunstszene noch ein Begriff. Er wusste auch, dass Karin Stöcker die Tochter ist. So wurde aus einem lockeren Gespräch die Idee für eine Gedenkausstellung geboren: „Das kam ganz spontan, Herr Engels hatte plötzlich den Einfall: Wir könnten doch mal....“, schmunzelt Karin Stöcker.
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