Wermelskirchen: IHK hinkt der Realität hinterher
VON GUNDHILD TILLMANNS - zuletzt aktualisiert: 24.02.2010Wermelskirchen (RPO). Die Diakoniestation hat durch Peter Siebel als Mitglied der IHK-Vollversammlung nun auch die Möglichkeit, ihren Schwierigkeiten offensiver zu begegnen. Denn die Hauptschwierigkeit ist der Mangel an gut ausgebildetem und motiviertem Pflegepersonal, umreißt Peter Siebel das Problemfeld aller Pflegeeinrichtungen.
Siebel fragt inzwischen Pflegekräfte sogar über Zeitarbeitsfirmen an. Die ohnehin nur wenigen Angebote vom Arbeitsamt betrachtet er mit Skepsis: Wenn sich Pflegekräfte erst einmal beim Arbeitsamt einfinden müssten, dann hätten diese oft eine Vorgeschichte, deutet er vorsichtig an.
Fazit: Die IHK-Vollversammlung ist das Gremium, in dem Siebel auf diese Misere jetzt nicht nur aufmerksam machen kann. Er hat auch die Möglichkeit, sich arbeitsmarktpolitisch für den Dienstleistungsbereich im Gesundheitswesen stark zu machen. Dazu bedarf es dann aber wohl auch der Neustrukturierung der IHK-Vollversammlung, die immer noch überproportional mit Industrie- und Handelsvertretern besetzt ist und den Realitäten im Dienstleistungs- und Gesundheitsbereich hinterher hinkt.
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