Wermelskirchen: Immer wieder ins Bad investiert
zuletzt aktualisiert: 07.08.2010Wermelskirchen (RPO). Dabringhausen (gt) Mit einem Festzug durchs Dorf wurde vor 75 Jahren das Freibad Dabringhausen eröffnet. "So viel Leben hat Dabringhausen selten beisammen gesehen", schrieb damals der Chronist. Die ursprüngliche Konzeption des Freibades war allerdings stark durch die nationalsozialistische Ideologie geprägt. Der Gedanke der Volksgesundheit wurde 1935 hoch gehalten, und zum Bau des Bades wurden fast ausschließlich Arbeitslose herangezogen.
Finanziert wurde das Freibad vom damaligen Kreis Opladen, aus Düsseldorf kam ein Zuschuss von 3000 Reichsmark zu den Gesamtbaukosten von 45 300 Reichsmark. Die Wirtschaftsgebäude und Umkleiden wurden als Rundholzbauten mit Strohdächern gedeckt und standen gegen den Hang, der heute als Sonnenterrasse genutzt wird.
1960 bis 1962 wurde das Freibad zum ersten Mal umgebaut und mit einer Wasserumwälz- und Reinigungsanlage versehen. Diese damalige Modernisierung und Qualitätsverbesserung rettete das Dabringhausener Bad letztlich auch in die Neuzeit. Denn beim Eifgen-Freibad war es versäumt worden, rechtzeitig eine Umwälzanlage und auch eine Heizung nachzurüsten, so dass dieses Bad in den 70er Jahren geschlossen werden musste. So wurden aber 135 000 Mark Anfang der 60er Jahre ins Dabringhausener Freibad investiert. 90 000 Mark davon kamen aber aus Landesmitteln.
Langjährige, treue Bademeister
In den Folgejahren wurden neue Toilettenanlagen, Umkleiden, Kassen- und Bademeisterräume gebaut. 254 000 Mark wurden dafür von 1963 bis 1665 ins Bad investiert. Doch 1972 wurde schon wieder gebaut, und das Bad in seiner heutigen Gestaltung und technischen Ausrüstung nahm Formen an. Rutschbahn, Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken entstanden, das Bad konnten nun auch beheizt werden. Eng verbunden mit dem Freibad Dabringhausen waren auch die jeweiligen Schwimmmeister. So hielten die Eheleute Eugen und Klara Schneider dem Bad 25 Jahre die Treue, und auch Willi Effelsberg und Horst Steffens kamen auf mehr als 20 Dienstjahre alleine in "ihrem" Dabringhausener Bad.
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