Wermelskirchen: Investor Uhle ärgert sich über Querschläge
zuletzt aktualisiert: 29.07.2010Wermelskirchen (RPO). Über "diffuse Querschläge und negatives Gerede" aus Wermelskirchen ärgert sich der Bochumer Investor Gerhard Uhle jetzt im Vorfeld des von ihm geplanten Baus eines Kaufzentrums an der Telegrafenstraße.
"So etwas wie in Wermelskirchen habe ich bisher noch in keiner Stadt erlebt. Wollen die Wermelskirchener das Kaufzentrum nun oder wollen sie es nicht?", frage er sich angesichts der Widerstände, die aus Kreisen der Wermelskirchener Geschäftsleute vorgebracht worden seien. Diese negative Stimmungsmache stehe auf der einen Seite. Aber auf der anderen Seite sei er froh über die wirklich gute Zusammenarbeit mit der Wermelskirchener Stadtverwaltung: "In anderen Städten braucht man für einen Bebauungsplan viel mehr Zeit. Aber die Verwaltung in Wermelskirchen läuft auf Spur, die Zusammenarbeit ist wie ein Gedicht", so Uhle wörtlich, und er fügt hinzu: "Die Kooperation ist außergewöhnlich, aber das liegt wohl auch am Bürgermeister in Wermelskirchen".
Zum Ärgernis gereicht dem Investor aber, dass die Gerüchteküche in Wermelskirchen auch behaupte, er verdränge womöglich Geschäfte aus der Telegrafenpassage. Uhle: Er wisse ganz genau, wer in Wermelskirchen herum erzähle, er würde den DM-Markt als Interimslösung in die Telegrafenpassage bringen, um das Quick-Schuhgeschäft und Schlecker dort zu verdrängen. "Da ist nichts dran", verwahrt sich Uhle. Vielmehr habe er einige Vorschläge für eine gute Unterbringung für den DM-Markt, auch wiederum in Innenstadtlage, aber eben nicht in der Telegrafenpassage, versichert Uhle. "Wir wollen den DM-Markt auf jeden Fall halten", bekräftigt der Investor. Es sei nun an der DM-Zentrale in Karlsruhe, sich für einen der vorgeschlagenen Standorte für die Interimslösung in Wermelskirchen zu entscheiden.
Den nach wie vor schwelenden Sorgen von Wermelskirchener Geschäftsleuten, sie könnten von seinem neuen Einkaufszentrum existenziell bedroht werden, hält Uhle entgegen: Er habe in sage und schreibe neun Bürgerversammlungen in Wermelskirchen versucht deutlich zu machen, dass er der Stadt wesentlich mehr Frequenz bringen und vor allem die Kundenabwanderung in andere Städte stoppen werde. "Ich war in keiner anderen Stadt so oft wie in Wermelskirchen. An anderen Standorten war ich nur zu einer einzigen Bürgerversammlung. Und das reichte," gibt Uhle zu bedenken.
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