Wermelskirchen: Kandidat wird nicht verraten
VON GUNDHILD TILLMANNS - zuletzt aktualisiert: 04.07.2008Wermelskirchen (RPO). Die CDU-Findungskommission hat nach Aussagen des Stadtverbandsvorsitzenden Volker Schmitz noch drei potentielle Bürgermeisterkandidaten in petto. Anfang bis Mitte November soll das Geheimnis gelüftet werden.
Drei potentielle Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters hat die CDU nach Angaben des Stadtverbandsvorsitzenden Volker Schmitz jetzt noch in petto, nachdem Mechthild Stock und Stefan Caplan nicht mehr in Frage kämen. Er selbst habe aber „eine ausgeprägte Meinung“, wen er von den nunmehr Dreien für sich als Vorzugskandidaten betrachte, räumte Schmitz im Gespräch mit der Bergischen Morgenpost ein.
Keine Aussage zu Löchelt
Auf die Frage, ob er es dementiere, dass sein Vorzugskandidat Reinhard Löchelt sei, meinte Schmitz dann aber: „Dazu sage ich nichts“. Denn in Wermelskirchen und über die Stadtgrenzen hinaus hält sich weiterhin die Spekulation, dass der ehemalige Leiter des Gymnasiums zum Gemeinschaftskandidaten von CDU und SPD aufgestellt wird.
Was Weik dazu sagt
Bürgermeister Eric Weik beantwortet die Frage nach einer erneuten Kandidatur zwar weiterhin nicht. Im Gespräch mit der BM sagte er aber: „Ich bin Bürgermeister. Die Arbeit macht mir sehr viel Freude und ich bin stolz auf das, was ich mit meiner Mannschaft erreicht habe. Auch wenn sich nicht alles öffentlich so transportieren lässt, so haben wir doch in den vergangenen dreieinhalb Jahren sehr viel für Wermelskirchen erreicht.“ Und Weik bedeutsam weiter: „Es gibt aber noch viel zu tun, auch noch im nächsten Jahr.“
Volker Schmitz betont jedoch, dass die Findungskommission der CDU derzeit noch Gespräche in alle Richtungen führe. Auch gebe es in der Partei noch kein klares Meinungsbild. „Aber auf keinen Fall werden wird den Wahlkampf vor Ende des Jahres starten“, ist Schmitz sicher. Denn die Anforderungen an die Wahlkämpfe hätten sich in den vergangenen 15 Jahren spürbar geändert: Heutzutage komme es mehr auf einen kurzen, aber wirkungsvollen Wahlkampf an.
Der Zeitplan der CDU sieht laut Volker Schmitz so aus: Anfang bis Mitte November werde der Kandidat nominiert und der Öffentlichkeit vorgestellt. Etwa zwei bis drei Wochen später werde dann die Kandidatenmannschaft vorgestellt. Außerdem plane die CDU wieder eine große Jahresauftaktveranstaltung mit einem hochkarätigen Gastredner: „Da sich ab Januar 2009 sowieso alles nur noch um den Wahlkampf drehen wird, ist dann auch unser Jahresauftakt automatisch in den Wahlkampf eingebunden“, sagt der Stadtverbandsvorsitzende.
Aber die Wermelskirchener seien sehr verwöhnt, was hochkarätige Redner aus der Politik anbelange: „Wir haben mit unserem Bundestagsabgeordneten und CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Bosbach, der oft nach Wermelskirchen kommt, die Latte schon sehr hoch gelegt“, weiß Volker Schmitz. Zur Vorbereitung des Wahlkampfes und vor allem zur Findung eines gemeinsamen Kandidaten gehörten nun aber noch viele Gespräche mit der SPD: „Ein Kandidat verkörpert schließlich auch ein politisches Programm, in dem sich dann alle aus der CDU und der SPD wiederfinden müssen“, gibt Schmitz zu bedenken.
Programm mit der SPD
Und dieses Programm müsse darauf abzielen, dass beide, in der Anlage eigentlich konträre Parteien, gemeinsam für Wermelskirchen aktiv werden wollten. Deshalb werde es in den noch folgenden Abstimmungsgesprächen mit der SPD auch um „viel mehr gehen“, als nur um die Frage, welcher Bürgermeisterkandidat letztlich aufgestellt wird, prognostiziert Schmitz.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



