Wermelskirchen: Kein Protest im Krankenhaus
zuletzt aktualisiert: 27.09.2008Wermelskirchen (RPO). Dem großen Protest des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) über die vermeintlich zu geringen Mittel zur Investitionsförderung in Krankenhäusern will sich der örtliche Krankenhausgeschäftsführer Christian Madsen zunächst nicht anschließen.
Er sehe keinen Anlass, eine Welle zu machen, da noch überhaupt nicht klar sei, was de facto von den Investitionsmitteln letztlich in „seinem“ Krankenhaus ankäme. Der DGB geht zwar davon aus, dass die geplanten knapp 200 Millionen Euro Investitionsförderung an Krankenhäuser deutlich zu wenig seien.
Mindestens 500 Millionen Euro seien notwendig, um die Krankenhäuser in die Lage zu versetzen, den Anforderungen der Gesundheitsministerkonferenz nachzukommen. In dieser Summe sei aber der Investitionsstau in vielen Krankenhäusern noch nicht berücksichtigt, meint DGB-Sprecherin Barbara Hemkes. Doch Christian Madsen sieht die Entwicklung nicht so negativ: „Wir sind ja froh, dass die Politik überhaupt erst einmal eingesehen hat, dass wir mehr Mittel benötigen“, sagt der Krankenhaus-Geschäftsführer.
Das sei schon ein deutlicher Fortschritt. Deshalb sehe er sich auch nicht veranlasst, von den Plänen abzurücken, in den nächsten Jahren nach Fertigstellung des Westflügels auch den kompletten Altbau nach und nach durch zu sanieren. Gestern Abend tagte denn auch der Krankenhaus-Verwaltungsrat.
Mittlerweile liegen nach Informationen unserer Zeitung auch Architektenangebote für das langfristige Sanierungsprojekt vor sowie natürlich Kostenschätzungen. Mehrere Millionen sollen in den kommenden Jahren ins Krankenhaus investiert werden, damit das Haus auch von der Ausstattung her wettbewerbsfähig bleibt.
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