Wermelskirchen: Kinder suchen Frieden
VON WERNER JANUSZEWSKI - zuletzt aktualisiert: 24.12.2008Wermelskirchen (RPO). Die Sternsinger von St. Michael und St. Apollinaris ziehen am Jahresanfang wieder durch Wermelskirchen,
Dabringhausen und Dhünn. Sie sammeln unter anderem für Jugendliche in Bolivien.In schönen Gewändern ziehen sie von Haus zu Haus und bringen als heilige Drei Könige den Menschen den Segen „Christus segne dieses Haus“, den sie auch mit Kreidezeichen „20*C+M+B+09“ schreiben. Und sie sammeln für Not leidende Kinder in aller Welt. Mit dem Leitwort „Kinder suchen Frieden!“ wollen die Sternsinger darauf hinweisen, dass in mehr als 40 Ländern gerade Kinder und Jugendliche unter den Folgen von Kriegen leiden.
Beispielland ist diesmal Kolumbien, wo versteckte und offene Gewalt immer wieder hautnah spürbar sind,. andererseits der Wunsch immer stärker wird, die Spirale von Gewalt und Gegengewalt, die immer nur wieder neue Gewalt hervorbringt, zu durchbrechen.
Hilfe in Kolumbien
„Unterstützt auch durch die Aktion Dreikönigssingen gibt es in Kolumbien viele Initiativen und Projekte die Hoffnung machen. Kinder und Jugendliche schließen sich zusammen und setzten sich gemeinsam für ihre Rechte und für ein friedlicheres Lebensumfeld ein, in ihren Familien, in der Schule, in ihren Wohnvierteln. Gemeinsam beschreiten sie alternative Wege, um ihre Idee vom Frieden Wirklichkeit werden zu lassen“, erklären die Organisatoren der Sternsingeraktion von St. Michael.
Sternsinger
St. Michael Die Sternsinger werden am 4. Januar in Wermelskirchen unterwegs sein. Zur Vorbereitung treffen sie sich am 30. Dezember, um 17.15 Uhr, im kath. Kindergarten St. Michael, Schillerstraße. Es werden noch Kinder gesucht, die mitmachen. Wer den Besuch der Sternsinger wünscht, kann sich bis zum 1. Januar in der Liste, die in der kath. Kirche St. Michael ausliegt, eintragen. St. Apollinaris Die Sternsinger ziehen in der Zeit zwischen 1. und 6. Januar durch Dabringhausen und Dhünn. Sie treffen sich am 31. Dezember, um 15.30 Uhr, im Pfarrheim in Grunewald. Um 16 Uhr ist dann die Jahresschlussmesse mit der Aussendung der Sternsinger.
Von der Hilfe durch die Sternsinger-Aktionen in Deutschland profitieren aber auch Straßenkinder, Aids-Waisen, Kindersoldaten, Mädchen und Jungen, die nicht zur Schule gehen können und denen Wasser, Nahrung und medizinische Versorgung fehlen. „Kinder in gut 100 Ländern der Welt werden jedes Jahr in Projekten versorgt, die aus den Mitteln der Aktion unterstützt werden“, teilen die Organisatoren von St. Michael mit. Zu derartigen Hilfen tragen auch die Sternsinger von St. Apollinaris bei. Die Spenden, die sie bekommen werden, sollen diesmal für die Lehrlingsausbildung in der Partnerpfarrei Conceptión in Bolivien dienen. „200 Jugendliche ab 14 Jahren werden dort in vielen kleinen Gruppen von Meistern und Gesellen ausgebildet. Jungen im Kfz-Handwerk, der Landwirtschaft, in Schreinerei und Kunsthandwerk, sowie Mädchen in Hauswirtschaftslehre. Dadurch bekommen diese jungen Menschen eine reelle Chance, nach der Ausbildung auch einen Arbeitsplatz zu finden“, berichtet Manfred Klein von der Arbeitsgruppe Partnergemeinden.
„Das größte Problem für die Jugendlichen, die aus den umliegenden Dörfern des Campo nach Concepción kommen, ist eine ausgewogene Ernährung, weil ihre Armut diese kaum erlaubt“, erklärt erweiter, und bittet alle, die Besuch von den Sternsingern bekommen, „Tür und Herz zu öffnen, und mit einer Spende das Projekt ,Lehrlingsausbildung in Concepción’ zu unterstützen.
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