Wermelskirchen: Kleine Fraktionen nur zweite Wahl?
VON GUNDHILD TILLMANNS - zuletzt aktualisiert: 22.07.2008Wermelskirchen (RPO). WNK-UWG und FDP ägern sich über die verspäteten Einladung von WiW, nachdem CDU und SPD schon über die Landesgartenschau-Pläne informiert worden sind. Die FDP vermutet, Heinrich Niehaves wolle sich zum „Prinzenführer“ für einen neuen CDU-Bürgermeister profilieren.
Das Thema Landesgartenschau wühlt jetzt die Gemüter auf – zumindest die der Kommunalpolitiker der FDP und der WNK-UWG. Der ehrenamtliche Geschäftsführer des Stadtmarketingvereins „Wir in Wermelskirchen“ (WiW), Heinrich Niehaves, hatte gegenüber unserer Zeitung erklärt, nachdem WiW bereits mit CDU und SPD über eine Landesgartenschau (Laga) gesprochen habe, würden nun auch die übrigen Fraktionen zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Die „Rest-Fraktionen“ sind nun von WiW angeschrieben und eingeladen worden. Aber bei FDP und WNK-UWG macht sich Verärgerung breit; beide kritisieren, eine „Einladung zweiter Klasse“ erhalten zu haben.
WiW will informieren
WiW hat WNK-UWG, FDP, BüFo und Bündnis 90/Die Grünen jetzt zu einer Informationsveranstaltung zum Thema „Landesgartenschau 2017“ eingeladen. Sie soll am 12. August, ab 17.30 Uhr, in der WiW-Geschäftsstelle, Telegrafenstraße 9, stattfinden.
Einladung zweiter Klasse
WNK-UWG-Fraktionsvorsitzender Henning Rehse hat WiW zurückgeschrieben: „Vielen Dank für die Einladung zweiter Klasse zur Informationsveranstaltung.“ Er betrachte diese als „zweiter Klasse“, da er in der BM gelesen habe, dass die Abstimmungen mit CDU und SPD zur Laga bereits gelaufen seien. „Damit dürfte die Mehrheit im Rat ja gesichert sein – zumindest bis zur Kommunalwahl 2009“, schreibt Rehse und fügt hinzu: „Ich halte diese Vorgehensweise der Informationspolitik dem Projekt nicht für zuträglich.“ Er werde allerdings trotzdem zu der Informationsveranstaltung kommen, sofern es seine beruflichen Termine zuließen, schränkt Rehse ein. Hingehen, zur WiW-Informationsveranstaltung zum Thema Laga will nach eigenem Bekunden auch FDP-Fraktionsvorsitzender Jürgen Manderla. Allerdings fragte er gestern im Gespräch mit der BM: „Worüber will WiW denn eigentlich informieren, wenn doch zuerst noch alles geprüft werden muss?“
Der neue Bürgermeister?
Seiner Auffassung nach müsse doch zunächst einmal seriös geprüft werden, ob eine Laga in Wermelskirchen überhaupt durchführbar ist. Deshalb sei er auch verärgert, dass CDU und SPD von WiW schon für das Projekt eingespannt worden seien. Manderla sagt, er habe aber auch Heinrich Niehaves bereits seine Befürchtung mitgeteilt, dass die Informationsveranstaltung dazu benutzt werden könne, „uns für den neuen Bürgermeisterkandidaten zu gewinnen“, vermutet Manderla und sagt wörtlich: „Ich habe keine Lust dabei mitzuspielen, wenn sich Heinrich Niehaves als Prinzenführer für einen neuen CDU-Bürgermeister profilieren will.“ Dies habe er Niehaves auch persönlich bereits so gesagt, betont der FDP-Fraktionsvorsitzende.
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