Wermelskirchen: Kommentar: Mit Helmpflicht im Kindersitz starten
VON UDO TEIFEL - zuletzt aktualisiert: 15.11.2011Wermelskirchen (RP). Das ist ja peinlich!": So oder ähnlich hört man's immer wieder. Vor allem unter Jugendlichen. Die Frisur leidet besonders bei Mädchen, und Jungs sehen es schon mal als uncool an. Radhelme gehören in Wermelskirchen nicht gerade zum täglichen Bild – übrigens auch nicht in der NRW-Radhochburg Münster.
Doch Negativ-Beispiele sind keine Vorbilder. Wer einmal schwer gestürzt ist und einen Helm zum eigenen Schutz auf dem Kopf hatte, wird immer wieder einen tragen. Und wer erst einmal junge Menschen im Rollstuhl gesehen hat, wie sie ihr Leben nach einem Radunfall ohne Helm neu meistern müssen, wohl erst Recht.
Doch müssen es diese harten Begegnungen sein? Nein. Eltern sollten Kinder vom ersten Tag mit ihrem neuen Rad dazu motivieren, den Helm aufzusetzen. Am besten schon im Kindersitz. Der Griff zur schützenden Kopfbedeckung sollte genauso zur Routine werden wie der Griff zur Jacke. Und wer dann noch seine pubertierenden Kinder überzeugt, den Helm weiter zu tragen, hat schon gewonnen. Das Wertvollste wird geschützt.
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