Wermelskirchen: Krankenhaus ist gut aufgestellt
VON GUNDHILD TILLMANNS - zuletzt aktualisiert: 09.01.2009Wermelskirchen (RPO). Sämtliche Oberarztstellen in der Chirurgie sind jetzt wieder besetzt. Prof. Buchholz steht jetzt sogar ein vierter Oberarzt zur Seite. Nach der Modernisierung der Ambulanz soll dieses Jahr noch die Gynäkologie dran kommen.
Gut aufgestellt geht das Krankenhaus ins neue Jahr: „Auch die Chirurgie ist mit Oberärzten wieder voll besetzt“, berichtet Krankenhaus-Geschäftsführer Christian Madsen auf Nachfrage der BM. Nach der Kündigungswelle, die ihn dieser Abteilung Sorgen bereitet hat, kann Madsen nun wieder aufatmen; er bilanziert: „Wir haben jetzt in der Chirurgie im Rahmen unserer geplanten Weiterentwicklung sogar den Stellenplan aufgestockt und damit vier Oberärzte angestellt.“ Der Vierte sei zum 1. Januar hinzu gekommen. Und Madsen hofft, dass sie dem Krankenhaus auch lange erhalten bleiben. Denn alle chirurgischen Oberärzte und der Chef der Abteilung, Prof. Jürgen Buchholz, deckten zusammen alle Fachbereiche ab, freut sich Madsen. Dies seien neben der Allgemeinchirurgie die Unfall-, Orthopädie- und Bauchchirurgie.
Die weibliche Brust
Seinen nächsten Vortrag über eines der Fachgebiete seiner Abteilung hält Chefarzt Dr. Georgi Tzanov am 28. Januar, ab 18.30 Uhr, im Bürgerzentrum. Das Thema ist „Die weibliche Brust im Visier“.
Zehn Prozent weniger Geburten
Nicht nur in der Chirurgie, auch in der Inneren Abteilung und in der Gynäkologie/Geburtshilfe sind laut Madsen jetzt alle Oberarztstellen qualifiziert mit vier bzw. zwei Fachärzten besetzt. Dr. Georgi Tzanov, Chef der Gynäkologie/Geburtshilfe, hofft allerdings auf eine weitere Stellenaufstockung, wie er der BM sagte: Eine dritte Oberarztstelle sei ihm bereits zugesichert und es gebe auch bereits eine geeignete Kraft aus den eigenen Reihen dafür.
Dr. Tzanovs Station 1 steht auch für Christian Madsen ganz oben auf der Liste für weitere Verbesserungen im Krankenhaus. Mit dem Verwaltungsrat sei abgesprochen, dass die Gynäkologie sofort nach Fertigstellung der Notaufnahme renoviert werde, sagt Madsen. Die Arbeiten an der Notaufnahme ruhten wegen der Kälte zwar im Moment, lägen aber sehr gut in der Zeit. „Bestenfalls werden wir Mitte des Jahres dort fertig. Ich hoffe, das wir dieses Jahr noch mit der Modernisierung der Gynäkologie beginnen können“, betont Madsen.
Dr. Tzanov blickt deshalb optimistisch ins soeben begonnene Jahr: Die personelle und technische Ausstattung seiner Abteilung sei sehr gut, er brauche die Konkurrenz aus dem Umland nicht zu fürchten, sagt er gegenüber der BM. Zu schaffen macht dem Gynäkologiechef aber der Rückgang der Geburten: 363 Kinder wurden im vergangenen Jahr im Wermelskirchener Krankenhaus geboren, das waren zehn Prozent weniger (30) als im Vorjahr. „Das liegt einerseits daran, dass eben generell weniger Kinder geboren werden. Zum anderen gehen immer mehr Frauen auch mit Normalgeburten in die Großstadtkliniken, weil sie Angst haben. Diese Angst ist aber medizinisch nicht begründet. Wir sind technisch absolut auf dem neuesten Stand“, betont der Chefarzt. Die sechs angestellten und sieben Beleghebammen sollen jetzt durch verstärkte Vor- und Nachbetreuung der Mütter zu Hause die Frauen ins örtliche Krankenhaus bringen.
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