Wermelskirchen: Kunstverein sucht Sponsoren
VON GUNDHILD TILLMANNS - zuletzt aktualisiert: 07.02.2007Wermelskirchen (RPO). Die ganz besondere Ausstellung mit Bildern von Armin Mueller-Stahl wollte der Kunstverein eigentlich mit einer neuen Galeriebeleuchtung eröffnen. Aber es fehlt das Geld. Deshalb sucht der Vorstand noch Sponsoren.
Das Kunstereignis
Die Ausstellung mit Gemälden von Armin Mueller-Stahl wird am Sonntag, 4. März, ab 15 Uhr, in Markt 9 eröffnet. Sollten sich doch noch Sponsoren für eine neue Galeribeleuchtung und eine Alarmanlage für Markt 9 bereitfinden, dann können sie sich bei Heinz Engels unter Tel. 5563 melden. Frühzeitig sollten sich bei Engels auch Schulklassen und sonstige Interessenten für Sonderführungen durch die Ausstellung vormerken lassen. Die Ausstellung wird bis zum 22. April sonntags, 15 bis 18 Uhr, mittwochs, 15 b is 17 Uhr zu sehen sein.
Mit einem besonderen Highlight im Wortsinne hätte Heinz Engels gerne die Ausstellung mit Bildern des Weltstars Armin Mueller-Stahl eröffnet. Der stellvertretende Vorsitzende des Kunstvereins wollte eigentlich zur Vernissage eine Galerie taugliche Beleuchtung und eine Alarmanlage für Markt 9 installiert haben. Aber der Kunstverein hat die Finanzmittel nicht, wie zunächst erhofft, rechtzeitig durch Sponsoren zusammenbringen können.
3000 Euro werden benötigt
„Wir bräuchten etwa 3000 Euro alleine für die Beleuchtung. Und für die Alarmanlage will uns eine örtliche Firma zwar einen Vorzugspreis machen. Aber auch dafür fehlt noch das Geld“, bedauert Heinz Engels.
Der Kunstverein habe sich in seiner Vorstandssitzung jetzt mit dem Thema befasst: „Wir versuchen weiterhin, Sponsoren zu finden, die Hoffnung geben wir nicht auf“, betont Heinz Engels. Außerdem sei er sicher, dass die Mueller-Stahl-Ausstellung auch ohne eine neue Beleuchtung ein wahres Highlight werde. Denn er hat bereits aus München und aus Norddeutschland Resonanz auf die Ankündigung dieses Ereignisses erfahren. „Markt 9 ist weit über die Stadtgrenzen und weit über das Bergische Land hinaus zum Markenzeichen geworden“, freut sich Heinz Engels. Am 27. oder 28. Februar erwartet er nun die Anlieferung der 30 bis 35 Bilder, die das Kunsthaus Lübeck aus dem umfangreichen Schaffen von Mueller-Stahl zur Verfügung stellt. Dazu gibt es auch einige Kataloge.
Da sich alle in Markt 9 gezeigten Bilder mit dem „Urfaust“ von Goethe befassen, hofft Heinz Engels auch wieder auf den Ausstellungsbesuch von Deutsch-(Leistungs)kursen, die sich zuvor im Unterricht mit der literarischen Vorlage beschäftigt haben. Denn bei der dritten Grass-Ausstellung hatte zumindest das Gymnasium diese Möglichkeit für eine besonders anschauliche Möglichkeit einer Unterrichtsstunde in den Ausstellungsräume genutzt.
Mit dem Kunsthaus Lübeck hat sich für Heinz Engels neben dem Grafischen Kabinett Lübeck, das den Günter-Grass-Fundus verwaltet, eine zweite ganz besondere Quelle für noch weitere Ausstellungen aufgetan. Dorthin empfohlen wurde er vom Grafischen Kabinett: „Das ist der Mann, der schon drei Grass-Austellungen nach Wermelskirchen geholt hat.“ Außerdem hat Engels beim Galeristen des Kunsthauses, Frank-Thomas Gaulin, schon „einen Stein im Brett“: Denn der fördert vor allem Ehrenamtler wie Heinz Engels, die für die Allgemeinheit besondere Kunstereignisse organisieren.
Eine absolute Ausnahme
Dennoch sei es eine absolute Ausnahme, dass so kleine Städte wie Wermelskirchen derart wertvolle Ausstellungsleihgaben aus dem großen Kunsthaus erhielten, weiß Heinz Engels.
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