Wermelskirchen: LaGa: Bald Farbe bekennen
VON WERNER JANUSZEWSKI - zuletzt aktualisiert: 05.07.2008Wermelskirchen (RPO). Die Landesgartenschau (LaGa) des Jahres 2017 nach Wermelskirchen holen – dieses jüngste Anregung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft WiW war gestern Thema eines Gespräches der WiW-Führung mit dem CDU-Bundestagsagbeordneten Wolfgang Bosbach.
Und der sagte als erfahrener Politiker deutlich, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssten, damit es überhaupt klappen kann: „So eine Landesgartenschau muss von allen in einer Stadt gewollt sein. Da darf es keine Profilierungsversuche einzelner politischer Partei geben, da müssen auch die Bürger hinter dem Vorhaben stehen.“
Dafür biete so eine Landesgartenschau aber auch enorme Chancen für eine Stadt wie Wermelskirchen. Nicht nur, weil der Bekanntheitsgrad riesig würde, das Image einen positiven Schub bekäme, auch weil durch viele Besucher mit ihrer Kaufkraft auch in wirtschaftlicher Hinsicht die Stadt, der Handel, die Industrie „angeschoben“ würden.
Johannes Schnütgen, Heinrich Niehaves und Maximilian Fresen von der WiW gaben sich gestern einerseits sehr zuversichtlich, dass sie alle notwendigen Gruppierungen an einen Tisch bekommen könnten. Andererseits räumte Niehaves aber auch ein, dass dafür noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten sein werde. Das Problem: die Zeit drängt. Denn die Bewerbung für die LaGa 2017 müsste bis März 2010 eingereicht werden.
Davor steht aber zum einen die Aufstellung eines schlüssigen Konzeptes (durch die WiW), zum anderen dazu eine Machbarkeitsstudie. Und letzteres ginge nicht ohne die Zustimmung des Stadtrates, denn die Stadt müsste die Kosten übernehmen. Das wären als „Einstieg“ schon mal 40 000 bis 60 000 Euro für eine Machbarkeitsstudie, deren Erstellung aber nun mal auch nicht „an einem Wochenende“ zu machen wäre – was wiederum den Zeitfaktor ins Spiel brächte. Und eben deshalb müsste die WiW gerade die Kommunalpolitiker schnellstens überzeugen.
Die Unterstützung der „großen“ Politik, hier des Bundestagsabgeordneten Wolfgang Bosbach und auch des Landtagsabgeordneten Rainer Deppe (beide CDU) wurde gestern schon signalisiert. Beide wollen auch den zuständigen Minister in Düsseldorf dazu „ins Boot holen“. Und Heinrich Niehaves sagte, dass er auch aus Reihen Wermelskirchener Lokalpolitiker durchaus schon zustimmende Äußerungen erhalten habe. Das alles lasse ihn Zuversichtlich dem Projekt entgegen sehen: „Wir werden alles was möglich ist, dafür tun.“
Wolfgang Bosbach betonte schließlich vorausschauend: „Eine Landesgartenschau in Wermelskirchen kann man in ihrer bedeutung gar nicht hoch genug einschätzen. Es ist eine riesige Chance, die man nutzen sollte – vor allem auch, weil erfahrungsgemäß eine LaGa noch sehr nachhaltig wirkt und für Handel und Industrie einen großen Schub bedeutet.“
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