Wermelskirchen: Laufstrecken per GPS geplant
VON BIRTHE ROSENAU - zuletzt aktualisiert: 15.06.2010Wermelskirchen (RPO). Beim zehnten Mittsommernachtslauf in Dhünn ist am kommenden Samstag wieder das ganze Dorf auf den Beinen. Einer war schon vorher auf den Strecken: Andree Gloßgloß hat sie per GPS vermessen und am PC dargestellt.
Wenn Andree Gloßgloß vom Schreibtisch aufblickt und aus dem Fenster schaut, dann kann er einen Teil der Strecke für den Mittsommernachtslauf am 19. Juni sehen. Mehr als 350 Läufer, so erwarten die Veranstalter, werden in wenigen Tagen auch an seinem Haus in Heidchen vorbeikommen. Im ersten Jahr des vom CVJM Dhünn organisierten Laufes war Großgloß noch als Aktiver dabei. Gleich im Anschluss sicherten sich die Organisatoren ihn als Herr über die Strecken. Der ist er seitdem geblieben. Doch in diesem Jahr, in dem die Veranstaltung ihr Zehnjähriges feiert, ist vieles anders.
140 Höhenmeter zu überwinden
Erstmals hat Andree Gloßgloß die Strecken über drei, sechs und zehn Kilometer mit einem GPS-Gerät genau vermessen. "Das fing alles mit den Überlegungen an, den Mittsommernachtslauf vielleicht in die Bergische Laufserie mit aufzunehmen", erinnert sich Großgloß. Und da müssen die Strecken stimmen. Er lieh sich ein GPS-Gerät aus (Es handelt sich dabei um ein globales Navigationssatellitensystem zur Positionsbestimmung.), fuhr die Strecken mit dem Mountainbike ab und verglich dann Tachometer und GPS. Soweit so einfach. Bei der Datenübertragung auf den Computer wurde es dann kompliziert.
Rund um den Lauf
Anmeldung Bis heute Tel. 02196 80758 und www.timeandsport.de oder am 19. Juni, 10-12 Uhr, vor Ort.
Strecken Den Verlauf kann man sich unter www.runmap.net/route anschauen: drei Kilometer: /494202 (am Lauftag: rote Streckenmarkierung, Start: 17.30 Uhr); sechs Kilometer: /494233 (gelb, 18 Uhr) und zehn Kilometer: /494347 (blau, 19.30 Uhr). Hier gibt es auch die Höhenprofile zu den Strecken.
"Doch dann gab mir ein Kollege den Tipp, dass es im Internet bereits Plattformen gibt, wo man Strecken nachzeichnen kann", erzählt Großgloß. Angezeigt werden auf der Internetseite www.runmap.net auch Höhenprofile. Mit 140 zu überwindenden Höhenmetern ist die zehn Kilometer-Strecke somit nicht nur die längste, sondern auch die anspruchsvollste.
Damit sich niemand verläuft, werden die Strecken durch Farben und Bänder markiert, dafür treffen sich die Helfer am Vorabend des Laufes. 30 Streckenposten werden am Samstag im Einsatz sein, um auch wirklich alle Irrläufer zu vermeiden. Zudem gibt es auf den Zehn- und der Sechs-Kilometer-Strecken auch zwei Straßenüberquerungen, da ist größere Vorsicht geboten. "Wir wollen schließlich nicht, dass jemand zu Schaden kommt", betont Großgloß. Daher hat er eine Bitte an die Autofahrer: Sie sollten während der drei Läufe und dem Fackellauf gegen 22 Uhr den Dhünner Ortskern meiden.
Drei-Kilometer-Strecke – Die Dorfrunde. Zweimal durch Dhünn – 40 Meter Höhenunterschied.
Sechs-Kilometer-Strecke – Jedermann-Lauf. Von Pilghausen über Heidchen, Hülsen, Brache und Staelsmühle – 60 Höhenmeter.
Zehn-Kilometer-Strecke – Hauptlauf. Von Dhünn über Unterpilghausen, Heiligenborn, Böttinger Heim, Vorsperre, Pilghausen, Unterberg, Heidchen, Hülsen und Staelsmühle – 140 Höhenmeter.
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