Wermelskirchen: Les Searle: "Die Katt hat mich herausgeworfen"
zuletzt aktualisiert: 13.01.2010Wermelskirchen (RPO). "Die Katt-Leitung hat mich regelrecht herausgeworfen", beklagt Les Searle, Organisator von bis dato 13 Jazznights in der Katt und vielzähliger sonstiger Musik-Events in der alten Fabrik. Doch damit ist nun unwiderruflich Schluss: "Es gibt keine Zusammenarbeit mehr", bedauert Searle, der die Schuld dafür aber bei Katt-Leiterin Eva-Maria Ponsar und Katt-Kulturmanager Achim Stollberg sieht. Er klagt an: Die Katt-Leitung habe mit den Jahren immer mehr von "seiner" Jazznight abkassiert, so dass den Musikern immer weniger Gage geblieben sei. Zuletzt habe die Katt im Jahr 2008 und 2009 sogar noch nicht einmal mehr die Gema-Gebühren gezahlt. "Ich habe Belege, ich kann es beweisen, dass die Gema auch noch an uns hängengeblieben ist", sagt Les Searle.
Ponsar streitet Vorwürfe ab
Er habe dann einen Brief Stollberg und Ponsar geschrieben, "um die Sache zu klären". Die Antwort sei erst nach neun Wochen gekommen – eine für ihn vernichtende und unerwartete, so Searle. "Darin wurde lediglich mitgeteilt, dass die Katt die Zusammenarbeit mit mir für beendet betrachtet", berichtet Searle. Er habe dann noch mal nachgehakt, ob dies wirklich so gemeint gewesen sei, aber erneut diese Antwort erhalten.
"Das war für mich dann das endgültige Aus zwischen der Katt und mir, das Aus auch für die immer so gut besuchten Jazznights", bedauert Searle, der im Nachhinein bitter anmerkt: "Freitag, der 13., war nicht nur der Abend der 13. und damit letzten Jazznight in der Katt. Dieser Freitag, der 13., war auch ein Unglückstag für die Jazzfreunde in der Region."
Die Leiterin der Kattwinkelschen Fabrik, Eva-Maria Ponsar, kann die Vorwürfe von von Les Searle allerdings nicht nachvollziehen: "Der Vorwurf, wir hätten die Gema-Gebühren nicht gezahlt, geht ins Leere", betont Ponsar. Selbstverständlich zahle die Katt generell für alle Gema-pflichtigen Veranstaltungen auch die Gebühren. Das habe somit auch für die Jazznight 2008 und 2009 gegolten. "Das wäre ja so etwas wie Steuerhinterziehung, wenn wir die Gemagebühren nicht bezahlen würden. Die Gema sieht doch auch unsere Veranstaltungsprogramme und passt genau auf, welche Musik Gema-pflichtig ist", gibt Ponsar zu bedenken.
"Es hat nicht mehr gepasst"
Ansonsten sei es in der Tat so, dass die Zusammenarbeit zwischen der Katt und Les Searle beendet sei: "Wir haben ihm aber nicht gekündigt", so Ponsar. Und sie fügt hinzu: "Wir haben uns getrennt. Es hat einfach nicht mehr gepasst." Sie wolle aber in der Öffentlichkeit nicht weiter darüber reden.
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