Wermelskirchen: Loveparade: Helfer werden weiter betreut
VON BIRTHE ROSENAU - zuletzt aktualisiert: 27.07.2010Wermelskirchen (RPO). Bei den Helfern, die bei der Techno-Großveranstaltung "Loveparade" in Duisburg dabei waren, als die Massenpanik ausbrach, saß auch gestern noch der Schock tief. Zwölf Polizisten aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis, darunter auch einige aus Wermelskirchen, waren "ganz nah am Geschehen dran", wie es gestern Pressesprecher Peter Raubuch formulierte. Dies sei die Sprechweise, auf die man sich landesweit geeinigt habe, erklärte der Polizist. Denn man wolle die Kollegen schützen. "Ein solcher Einsatz belastet extrem", sagte er.
An geregelten Dienst war bei den Helfern daher gestern auch noch nicht zu denken. Stattdessen wurden sie psychologisch betreut. Wann sie in den Dienst zurückkehren, konnte Raubuch nicht sagen: "Auch dazu möchten wir keine Auskünfte geben." In den Dienstplänen habe der Ausfall der Kollegen jedoch gut kompensiert werden können.
In Bereitschaft hielten sich hingegen sechs Helfer des Deutschen Roten Kreuzes aus Wermelskirchen, wie Bernd Koebke berichtete. Um 18 Uhr sei er am Samstag alarmiert worden – zu dieser Zeit hatte er noch gar nicht mitbekommen, was in Duisburg geschehen war. "Wir sollten auf dem Parkplatz der Uni darauf warten, ein Behandlungszelt in direkter Nähe des Unglücksortes aufzubauen", erklärte Koebke. Pro Stunde hätten dort dann 50 Verletzte versorgt werden sollen. "Einige von uns ist es auf der Fahrt dahin dann doch ganz schön mulmig geworden", so der DRK-Helfer. "Wir dachten ja, wir kommen da jetzt mitten rein."
Um 2 Uhr nachts abgerückt
Doch es kam nicht dazu. Bis kurz vor 2 Uhr in der Nacht blieben die Helfer in Bereitschaft, dann fuhren sie zurück nach Wermelskirchen. Losgelassen hatte Koebke das Ereignis gestern dennoch nicht: "Man befasst sich schon damit", sagte er, "jedoch ist es etwas anderes, als wenn man das Leid tatsächlich selbst gesehen hätte."
Laut Auskunft des Krankenhauses Wermelskirchen wurden dort keine Verletzten infolge der Technoparty behandelt. Auch die Feuerwehr musste laut Peter Thiel nicht nach Duisburg ausrücken. www.rp-online.de
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