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Wermelskirchen: Massen an der Talsperre

VON KRISTINA DE GIORGI - zuletzt aktualisiert: 05.09.2010 - 16:15

Wermelskirchen (RPO). Die zweitägige Veranstaltung "unverDHÜNNt" lockte am Wochenende etliche tausend Besucher an die Große Dhünntalsperre. Dazu hatten das umfangreiche Programm und das herrliche Wetter beigetragen.

Es war die Nacht der Elemente. Das weite Wasser der Dhünntalsperre, die feste Erde, auf der die unzähligen Besucher über die gesamte Staumauer verteilt standen, das Spiel mit dem Feuer auf der Kontrollbrücke und die Luft, die mit Nebel angereichert zum Schauplatz einer Lasershow wurde. 2007 gab's zum ersten Mal "UnverDHÜNNt", drei Jahre später wollten sich die Veranstalter noch bombastischer präsentieren.

Das schafften sie mit dem Samstagabend fast perfekt. Regelrechte Menschentrauben spazierten vom Wanderparkplatz in Lindscheid zur Staumauer, wo sie die Band "Sound of Silence" knappe drei Stunden lang bestens unterhalten sollte. Das weitläufige Gelände bot einen geeigneten Platz für ein Open-Air-Konzert, der Sonnenuntergang und später der Sternenhimmel lieferten die Kulisse. Die Besucher waren gut gelaunt, tummelten sich an den Bierständen, lachten und tanzten ausgelassen.

Info

Gute Organisation

Die Veranstalter haben aus dem ersten "UnverDHÜNNt" 2007 einiges gelernt. So verlief die Organisation der Auftaktveranstaltung dieses Mal reibungslos. Shuttlebusse und ausreichende Parkplätze sorgten für eine gute Koordination der vielen Besucher. Auch Security und Ordnungshelfer hatten alles im Griff.

George Major und Thomas Heinke hatten sich auf die Musik von "Simon & Garfunkel" spezialisiert, denen sie sogar etwas ähnlich sehen. Mit englischem Humor feixte sich Major durch das Programm, vom "Hair"-Medley über die Beatles und Paul Simon bis zu echten Rockklassikern. Am Rande wurde mit bunten Lichtern bereits ein kleiner Vorgeschmack auf die spätere und groß angekündigte Illumination der Talsperre gegeben.

"Heiße" Aktion auf der Brücke

Doch zuvor wurde es heiß: Auf der Kontrollbrücke versammelten sich die "Fire Dancer" aus Frankfurt und jonglierten mit großen und kleinen Fackeln sowie brennenden Springseilen. Schade nur, dass die tänzerischen Einlagen den Besuchern stellenweise entgingen, da die Künstler sich in ihren schwarz-goldenen Kostümen kaum vom Nachthimmel abhoben. Doch das Schauspiel sprach auch so für sich und begeisterte die Zuschauer.

Dann der Höhepunkt des Abends: die Illumination, die allerdings nicht besonders gut durchdacht war. Um 23.30 Uhr erfüllte starker Nebel den vorderen Bereich der Bühne, kurz darauf begann eine Lasershow in Rot und Grün. Durchaus beeindruckend und gut gemacht – allerdings nur für die ersten fünf Reihen. Die Zuschauer auf den hinteren Reihen der Staumauer hatten nichts von dem Spektakel, da die Lichter genau auf die vorderen Besucher gerichtet waren. Auch waren die Lichter zu klein, als dass sie der fulminanten Ankündigung hätten gerecht werden können.

"Abgerockt" vor der Bühne

Doch die Besucher nahmen's gelassen, lud doch die musikalische Untermalung mit harten, rockigen Tönen zum Tanzen ein, und so wurde der vordere Platz um die Bühne kurzerhand zum Tanzhaus mit Discolichtern. Insgesamt überzeugte der Auftakt zu "UnverDHÜNNt" jedoch und präsentierte die Dhünntalsperre in gutem Licht.

Quelle: RP

 
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