Wermelskirchen: Mehr Arbeit für Ehrenamtliche
VON WERNER JANUSZEWSKI - zuletzt aktualisiert: 19.08.2008Wermelskirchen (RPO). Innerhalb kurzer Zeit verlassen zwei Seelsorger die evangelische Kirchengemeinde. Während die Wiederbesetzung der einen Pfarrerstelle bald erfolgen kann, wird die zweite wohl erst Ende März neu besetzt sein.
Der Weggang von gleich zwei Geistlichen innerhalb weniger Monate könne leider nicht ohne weiteres und schon gar nicht komplett durch die anderen Pfarrer kompensiert werden, sagte Hartmut Demski, Superintendent im Kirchenkreis Lennep und Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Wermelskirchen auf Nachfrage der BM. „Wir werden in den nächsten Wochen und Monaten die seelsorgerische Betreuung leider nicht in dem gewohnten Umfang aufrecht erhalten können“, so Pfarrer Demski weiter.
Allerdings beträfen die Einschränkungen weniger die Gottesdienste. „Und bei Taufen, Trauungen und Beerdigungen werden wir den Dienst der Pfarrer entsprechend neu aufteilen müssen.“
Abschiedsgottesdienst
Nach der Verabschiedung von Pfarrerin Daniela Hammelsbeck am vergangenen Sonntag, steht der nächste Abschiedsgottesdienst an für Pfarrer Jens-Peter Preis. Dieser Abschiedsgottesdienst ist für Sonntag, 19. Oktober, um 15 Uhr, in der Kirche Hünger angesetzt.
Betroffen sein dürften wohl zum Beispiel die Geburtstagsbesuche. Hartmut Demski: „Auch in den verschiedenen Gruppen und Kreisen der Gemeinde wird man sich vorübergehend stärker auf die eigenen Kräfte verlassen müssen.“ Pfarrer Demski zeigte sich aber „sehr zuversichtlich, dass das gelingen wird, denn wir haben da glücklicherweise in allen Kreisen relativ viele engagierte ehrenamtliche Helferinnen und Helfer“.
Vertretung regeln
Etwas problematisch dürfte es nach dem Abschied von Pfarrer Jens-Peter Preis ab November werden, weil dieser nicht nur den Bezirk Hünger sondern auch noch Burg betreute. Die evangelische Kirchengemeinde könne die seelsorgerische Betreuung versuchen selber zu regeln, indem einer der Pfarrer nach Hünger „abgestellt“ würde, es also eine sogenannte Vakanzvertretung gebe. Bei längerer Vakanz der Pfarrerstelle könnte auch die Abordnung eines Pfarrers durch den Kirchenkreis oder auch die Landeskirche erfolgen.
Bezüglich der freien Pfarrerstelle, die bisher Daniela Hammelsbeck inne hatte, rechnet Hartmut Demski damit, dass es in Kürze Gastgottesdienste gibt, denn insgesamt sechs Bewerbungen liegen vor. Im Oktober könnte dann eine Entscheidung über die Wiederbesetzung der Stelle fallen. Demski: „Dann ist allerdings noch die Frage, wie schnell der neue Pfarrer oder die neue Pfarrerin am bisherigen Wirkungsort frei wird.“
Zur Wiederbesetzung der Pfarrerstelle in Hünger, die ab 1. November frei sein wird, müsse erstmal das Presbyterium tagen. Auch müsse die Landeskirche die Stelle zur Neubesetzung frei geben und dann ausschreiben. „Ich hoffe, dass die Ausschreibung schon im kirchlichen Amtsblatt für September erfolgen kann oder aber spätestens im Oktober, damit die Wiederbesetzung bis zum Jahresende erfolgen kann“, sagte Pfarrer Demski, der im übrigen fest mit der Wiederbsetzung dieser Stelle in vollem Umfang rechnet. Dafür sprächen die Zahlen.
Amtsantritt Ende März?
Mit dem Amtsantritt in Hünger rechnet Demski gegen Ende des ersten Quartals 2009, weil ein Wechsel üblicherweise drei Monate dauere. Allerdings gebe es auch die Möglichkeit, dass sich die Gemeinden einigten und diese Frist wesentlich verkürzt werde – was beispielsweise auch für den Weggang von Daniela Hammelsbeck und auch Jens-Peter Preis zutreffe.
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