Wermelskirchen: Mehr Geld fürs Krankenhaus
VON GUNDHILD TILLMANNS“ - zuletzt aktualisiert: 13.08.2008Wermelskirchen (RPO). Die CDU hatte zu einem Abend über das Gesundheitswesen eingeladen. Der Krankenhaus-Geschäftsführer wünschte finanzielle Hilfe, kündigte die Verbesserung der Oberarzt-Förderung und weitere Modernisierungen an.
„Ich wünsche mir mehr Geld fürs Krankenhaus“, sagte Geschäftsführer Christian Madsen klar und deutlich gestern Abend bei der Podiumsdiskussion der CDU. Etwa 40 Besucher, zumeist aus den Reihen der CDU und der Ärzteschaft, verfolgten die Diskussion über das Thema „Gesundheitswesen im Wandel der Zeit am Beispiel Wermelskirchen“. Auch vom Krankenhaus war eine große Abordnung erschienen, inklusive der Chefärzte Prof. Jürgen Buchholz und Dr. Volker Launhardt. Schließlich lockte als prominenter Redner und Diskussionsteilnehmer der Vorsitzende des Marburger Bundes, Rudolf Henke.
Transparenz im Umgang mit Ärzten
Zur Person
Rudolf Henke ist seit 2007 Bundesvorsitzender des Marburger Bundes. Der heute 54-Jährige studierte in Aachen Medizin, wurde Fach- und Oberarzt,1991 Vorsitzender des Marburger Landesverbandes. Seit 1994 ist er für die CDU politisch aktiv in mehreren Ausschüssen des Landtages. Erstammt aus Düren, ist verheiratet und hat vier Kinder.
Das Wichtigste kam allerdings zum Schluss der gut zweistündigen Veranstaltung, als Madsen zur Zukunft des Krankenhauses und zu seinen Wünschen befragt wurde. Sein Wunsch – die finanzielle Unterstützung, also ein Wink in Richtung Politik. Seine bzw. die Perspektive fürs Krankenhaus umriss er : Die Innere Abteilung werde zunächst für die niedergelassenen Ärzte und dann für die interessierten Patienten/Bürger in speziellen Veranstaltungsforen präsentiert. Dasselbe sei für den Herbst in der Chirurgie geplant, kündigte Madsen an.
Er habe aber in seinem ersten Jahr als Geschäftsführer des Krankenhauses schon eine hohe Fluktuation im ärztlichen Bereich miterleben müssen, spielte Madsen insbesondere auf die hohe Kündigungsquote von Oberärzten aus der Chirurgie an. Deshalb sei Ursachenforschung betrieben worden: „Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass es nicht am Standort und nicht an den Gehältern liegt. Wir sind noch in der Lage, die marktüblichen Gehälter zu zahlen. Unser Personal wohnt ruhig und lebt dennoch in erreichbarer Nähe der Metropolen“, führte Madsen aus.
Die Ursache für die hohe Ärztefluktuation sei aber im Umgang mit den Mitarbeitern erkannt worden. Fazit: „Wir haben ein Curriculum eingeführt, um mehr Transparenz in der Ausbildung von Assistenzärzten und der Förderung von Oberärzten zu erzielen“, betonte Madsen. Dies wirke sich bereits in der Inneren Abteilung aus, wo eine verbesserte Facharztaustattung sowohl der Ausbildung der Assistenzärzte, als auch der Patientenversorgung zu Gute komme, unterstrich der Krankenhaus-Geschäftsftsführer. Zudem werde dem Komfortgedanken durch weitere Modernisierung Rechnung getragen. Und Madsen gab zu: „Es gibt noch ein Verbesserungspotential in der Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten in der Region.“
(Weitere Berichterstattung über die Veranstaltung folgt morgen.)
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