Kommentar: Mein Nachbar hat Laub vorm Haus
VON GUNDHILD TILLMANNS - zuletzt aktualisiert: 31.07.2010Kommentar (RPO). Es wird höchste Zeit, dass sich auch die Bürger in Wermelskirchen umstellen. Viele Dinge, die die Stadtverwaltung in vorherigen Jahren noch finanziert hat – und mit denen unter anderem auch das Haushaltsdefizit entstanden ist, das jetzt bedrohlich angewachsen ist – müssen nun gestrichen werden. Schwerere Zeiten haben aber in der Vergangenheit auch immer eines in den Menschen geweckt: Die Kreativität, aus dem Wenigen mehr zu machen, und sich gegenseitig mehr zu helfen. Bürgerschaftliches Engagement, wird solche Nachbarschaftshilfe inzwischen genannt. Und das fängt im Kleinen an, das aber oft von den Bürgern als großes Thema empfunden wird. Etwa solche viel gehörten Beschwerden wie: "Mein Nachbar hat Laub vor dem Haus, warum macht die Stadt das nicht weg?" Oder seien es Hundehaufen, Müll, ungepflegte Grünanlagen....Doch anstatt zum Telefon zu greifen oder sogar selbst dafür ins Rathaus zu gehen, um sich über solche Dinge zu beschweren, ist jetzt anderes Verhalten angezeigt: Selbst zum Laubbesen greifen, mal selbst den Hundebesitzer ansprechen, der seinen Vierbeiner überall hinmachen lässt, Müll aufheben, statt darüber zu lamentieren: Letztlich mehr Verantwortung im Kleinen übernehmen, damit die Stadt als großes Ganzes funktioniert.
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