Wermelskirchen: Mit der Jahresbilanz zufrieden
VON WERNER JANUSZEWSKI - zuletzt aktualisiert: 31.12.2007Wermelskirchen (RPO). Krankenhausgeschäftsführer Christian Madsen sieht die Klinik gut aufgestellt. Allerdings belasteten die
finanziellen Auswirkungen von Tarifabschlüssen und Gesundheitsreform das Haus nicht unerheblich.Neubau
Der Krankenhausneubau bzw. -anbau liegt laut Geschäftsführer Madsen jetzt im Zeitplan. Mit seiner Fertigstellung rechnet man im Februar.
Die organisatorische Anpassung an den bestehenden Krankenhausbau soll bis April vorgenommen werden, und dann soll der Neubau in Betrieb gehen.
Auch wenn es immer wieder Problembereiche gibt, für die Lösungen gefunden werden müssen – Christian Madsen, der Geschäftsführer des Krankenhauses ist mit der Geschäftsentwicklung der Klinik im Jahr 2007 durchaus zufrieden. „Trotz der sich verändernden Rahmenbedingungen“, sagt er. Dabei haben ihm eben diese Rahmenbedingungen teilweise durchaus Kopfzerbrechen bereitet.
Personalkosten stiegen
Zum einen waren da im Jahr 2007 die gestiegenen Personalkosten durch entsprechende Tarifabschlüsse, wobei besonders der Tarifabschluss für die Ärzteschaft belastend zu Buche schlug. Auch die Mehrwertsteuererhöhung habe sich aufs Budget des Krankenhauses ausgewirkt. „Schließlich belasten uns auch die Neuerungen durch die Gesundheitsreform“, betont Madsen und nennt dabei besonders den Sanierungsbeitrag für die gesetzlichen Krankenkassen, in dessen Rahmen 0,5 Prozent von jeder Rechnung, die an die Krankenkassen geht, abzuziehen ist. Für das erste Halbjahr 2007 sei dieser Abzug noch nicht gelaufen, weil dagegen Klagen liefen. Ab 1. Juli allerdings wurde er vorgenommen. Zu diesen drei Hauptbelastungskriterien sie dann noch die ganz normale Teuerungsrate gekommen, berichtete der Krankenhausgeschäftsführer auf Fragen der BM. Doch Madsen sieht nicht nur Anlass zu Klagen. Trotz dieser Belastungen habe sich das Krankenhaus weiter positiv entwickelt. Bürger und Patienten stünden dem Haus durchaus vertrauensvoll gegenüber, und auch die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten sei gut und habe letztlich zu einer sehr guten Belegung geführt. Christian Madsen: „Dadurch werden wir, das kann man jetzt schon durchaus hochrechnen, auch dieses Jahr mit einem positiven Ergebnis beenden können, das sich in etwa auf dem Vorjahresniveau bewegen wird.“ Die konkreten Zahlen werde man dem Aufsichtsrat vorlegen, wenn der geprüfte Geschäftsabschluss vorliege. Gleichwohl werde der Aufsichtsrat auch schon vorher über den Geschäftsverlauf unterrichten, weil zu jeder Aufsichtsratssitzung entsprechend Prognosen aufgestellt würden. Die Belegung des Wermelskirchener Krankenhauses hat im zu Ende gehenden Jahr „deutlich über 80 Prozent gelegen, was ein sehr guter Wert ist“, berichtet Christian Madsen weiter. Die Verweildauer habe dabei im Durchschnitt knapp acht Tage betragen, was im allgemein zu sehenden Durchschnittsbereich liege – „unter Berücksichtigung des Leistungsspektrums“. Zum Jahresende wurde die Belegung im übrigen etwas zurückgefahren. Nicht zuletzt, weil manche Patienten die Feiertage doch lieber zuhause im Kreise der Angehörigen verbringen wollten, wurden planbare medizinische Eingriffe nach Patientenwunsch verschoben. Christian Madsen: „Einen gegenläufigen Belegungstrend haben wir allerdings in der Inneren Medizin, weil sich unter anderem die Witterung auswirkt.“
Patienten zusammengelegt
Dennoch habe man, wie auch in den vergangenen Jahren, zum Jahreswechsel eine mitarbeiterfreundliche Lösung gefunden und die Patienten auf eine Station zusammenlege können, betont Christian Madsen. Das geschehe im jährlichen Wechsel zwischen Innerer Abteilung und der Chirurgischen Abteilung.
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