Wermelskirchen: Mit Gott und König
zuletzt aktualisiert: 17.02.2007Wermelskirchen (RPO). „Preußens Feldzug 1866 der Elbarmee“, hat Hans Beckers Urgroßvater über seine Ballade mit 84 Strophen geschrieben. Der Mann hat sie, als Heimkehrer ins Bergische Land, noch ganz unter dem Eindruck der Schlacht von Königgrätz gedichtet.
Die Sprache und das Gedankengut sind absolut preußisch und gottesfürchtig. So schreibt er beispielsweise über den Beginn der Kämpfe: „Auf mit Gott. Er hilft uns walten. Macht euch nun zum Kampf bereit, Preußens Mut wird nie erkalten, wenn uns auch der Feind bedräut.“ Doch den „Ackerer“ aus dem Bergischen verlässt wenig später die Euphorie zumindest ein wenig: „Preußens Heer drang immer weiter, endlich auch nach Trautenau. Da begann der Kampf, ach leider, furchtbar war er voller Graun.“
Und wenig später dokumentiert er: „Vieles Blut ist hier geflossen, mancher Kämpfer leidet Not. Viele werden hier erschossen. Mancher stirbt den Heldentod.“ Doch für Peter Bohl aus Wermelskirchen geht der 1866er Krieg glimpflich aus.
Er kann unversehrt heimkehren und von den militärischen Pflichten erlöst nun erleichtert und dankbar dichten: „In dem Abendglanz der Sonne sieht man hin nach Königgrätz. Welche Stunde, welche Wonne, fühlt nicht selbst das Königsherz. Mit dem Kämpfen, mit dem Ringen hat geendet nun die Schlacht. Und mit Recht kann man nun singen: Gott hat alles wohlgemacht.“
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