Wermelskirchen: Mit Schneefräse aufs Flachdach
VON UDO TEIFEL - zuletzt aktualisiert: 03.02.2010Wermelskirchen (RPO). Feuerwehr und Dachdecker räumten von etlichen städtischen Flachdach-Gebäuden den Schnee weg. Fünf Kitas, drei Hallen, zwei Schulen wieder uneingeschränkt nutzbar. Preyersmühle stundenlang dicht, Sellscheid gesperrt.
Der Winter hat Wermelskirchen fest im Griff. Die Straße nach Sellscheid wurde wegen Schneebruch-Gefahr gesperrt, in Preyersmühle lief stundenlang nichts. Und auch die Stadtstraßen verwandelten sich bei anhaltendem Schneefall in spiegelglatte Flächen. An Steilstrecken stand der Verkehr teilweise still. Und die Situation der städtischen Gebäude mit Flachdächern hat sich nicht unbedingt entspannt. Dennoch sind heute die ersten Gebäude wieder uneingeschränkt nutzbar. Immer wieder riefen Privatleute wie auch Firmen bei der Feuerwehr an und baten vorbeugend um Hilfe. Stadtbrandmeister Peter Thiel verwies sie an Dachdeckerbetriebe. "Wir kommen erst, wenn direkte Gefahr besteht."
Erste Gebäude frei
Mit einer Schneefräse kämpften Thiels Mitarbeiter gegen die Schneemassen an. Erfolgreich: Fast vier Stunden arbeiteten sie auf den Flachdächern der Grundschule Ost, später dann an der Realschule. Örtliche Dachdeckerfirmen waren von der Stadtverwaltung ebenso beauftragt worden, die Dächer von der kritischen Schneelast zu befreien. Im Einsatz war auch ein Statiker.
Die Kosten
Kosten von wenigstens 500 000 Euro kostet dieser Winter den Bürgern. 60 000 Euro gingen bisher für Streusalz drauf, 30 000 Euro für den eigenen Räumdienst. 180 000 Euro kostet bislang der private Räumdienst. Rund 170 000 Euro kostet die Verwaltung des schneereichen Winters. Der heutige Tag mit über 30 Dachdeckern und Statiker noch nicht mitgerechnet. Laut Bürgermeister Weik werden sich die Bürger auf eine kräftige Gebührenerhöhung 2011 einstellen müssen. Weik dankte deshalb besonders den Ehrenamtlichen der Feuerwehr für ihren Einsatz. Die Löschzüge Stadt, Kreckersweg, Dabringhausen und Tente waren alarmiert.
Folgende Gebäude sind heute wieder uneingeschränkt nutzbar: Grundschule Hünger, Pestalozzischule, die Kitas Am Ecker, Bussardweg, Wirtsmühle, Jahnstraße, AWo Jörgensgasse, die Turnhallen Jörgensgasse und Höferhof sowie die Mehrzweckhalle Tente und das Wohnhaus Brückenweg 30.
Gesperrt bleiben heute noch folgende Gebäude: Die Kitas Dhünn, Forstring, Danziger Straße sowie der Container Spielplatz Braunsberg; die Mehrzweckhallen in Dhünn und Dabringhausen, die Sporthallen Schwanen, Gymnasium, WTV-Halle, Turnhalle Grundschule Ost und die Realschul-Halle. Ebenso geschlossen bleiben heute die Katt, die Gebäude am Waldfriedhof, das Quellenbad, die Säle des Bürgerzentrums, der Container VHS, Ogata und Pavillon in Tente, PZ des Gymnasium sowie der Pavillon der "Tafel".
Hausmeister anrufen
Ob heute die nachfolgend aufgeführten Gebäude freigegeben werden oder gesperrt bleiben, ließ die Stadt gestern Abend offen. Nutzern wird empfehlen, heute die Hausmeister anzurufen. Es handelt sich dabei um den Pavillon Realschule, die Pavillons der KGS (Ogata), den Pausengang sowie die Flachdächer der Erweiterungsbauten Hauptschule, die Pausengänge und das Flachdach des Erweiterungsbaus der Schwanenschule sowie den Pausengang und das WC der KGS und den Pausengang sowie das Flachdach der Ogata in Dabringhausen.
Ziel der Stadt ist es, bis zum Wochenende alle gefährdeten Dächer soweit vom Schnee zu befreien, dass die Hallen und Gebäude uneingeschränkt genutzt werden können. Damit sorgt die Stadtverwaltung besonders bei den Karnevalsveranstaltern im Bürgerzentrum, im Dabringhausen und Tente für großes Aufatmen. Absagen wären für die Karnevalisten sehr teuer geworden.
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