Wermelskirchen: Neubau ist immer noch nicht fertig
zuletzt aktualisiert: 20.01.2010Wermelskirchen (RPO). "Die Zustände im Provisorium Am Vogelsang waren einfach untragbar", sagt Schulleiterin Heike Holzki. Daher nimmt sie es gerne hin, dass im Neubau an der Robert-Stolz-Straße immer noch gebaut wird: Die Aula ist noch nicht fertig, auch die Werkstätten sollen erst Ende Februar nutzbar sein. Das Treppenhaus ist noch ein Rohbau, die Stufen sind noch nicht verputzt.
Zehn Jahre auf Neubau gewartet
Für Holzki ist das aber Nebensache: "Schon allein dass wir hier nun eine gute Raumluft haben und dass es nicht mehr feucht ist, erleichtert das Arbeiten ungemein", sagt die Lehrerin. Fast zehn Jahre ist es her, dass der Antrag auf Neubau der Pestalozzischule von der Schulleitung gestellt wurde. Fünf Jahre wurde gebaut, bis das rund 10,5 Millionen Projekt bezugsfertig war. Seit dem Ende der Herbstferien im vergangenen Jahr werden die Schüler in den neuen Räumen unterrichtet. Die Klassen, Toiletten und Lehrerzimmer sind bereits fertig eingerichtet. Die Schulleitung hat sich für das Gesamtkonzept eines Einbaumöbelherstellers entschieden. Dieses "Corporate Design" war teuer: "Um das zu finanzieren, haben wir auch einige Möbel aus dem Provisorium mitgenommen", erzählt Holzki. Denn immer hieß es bei den Planungen, in dem Budgetrahmen zu bleiben, der von der Stadtverwaltung vorgegeben wurde. Alle Klassenräume im Neubau verfügen über PC-Arbeitsplätze und Internetanschlüsse. Die Werkstatt ist mit modernen Maschinen ausgestattet worden. "Seit vor zehn Jahren feststand, dass wir einen Neubau bekommen, wurde kaum noch in unsere Schule investiert", sagt Holzki. Stets habe man zurückgesteckt, aber es habe sich schließlich gelohnt.
Der Neubau
Umzug Im Oktober 2009 zog die Pestalozzischule in den Neubau an der Robert-Stolz-Straße.
Kosten Neubau und Einrichtung der neuen Schule kosten etwa 10,5 Millionen Euro.
Schüler 150 Schüler besuchen die Pestalozzischule.
Active Boards 20 000 Euro stellte die Stadt für vier elektronische Tafeln zur Verfügung. Sieben weitere Boards wurden über Sponsoren finanziert.
Das finden auch die Schüler der Klasse 7/8. Dass sie nun eine eigene Küche im Klassenraum haben, mit Kühlschrank und Kochnische, kommt besonders gut an. "Aber der Schulhof, der war vorher besser", sagt Yasmin Bukisch. Denn auch dort ist noch nicht alles fertig: Ein Bauzaun umgibt das Schulgelände, Blumen und Sträucher können erst im Frühjahr gepflanzt werden. "Es gibt hier keine Ecken", stellt Nick Scholl klar. Wozu der Schüler die braucht? "Na zum Verstecken vor den Lehrern, wenn wir rauchen wollen." Die übrigen 14- und 15-Jährigen stimmen lautstark zu.
Schüler sind begeistert
Sie alle sind aber abgesehen davon begeistert vom neuen Schulgebäude und der guten Ausstattung des Neubaus. Am besten kommen die Active Boards bei den Schülern an, immerhin könne man damit im Internet surfen. Ein Schüler versucht dann auch gleich, seine Noten aufzubessern: "Am besten gefallen mir hier sowieso die netten Lehrer", sagt Achtklässler René Nicola schmunzelnd.
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