Wermelskirchen: Neue Ambulanz ist eröffnet
VON GUNDHILD TILLMANNS - zuletzt aktualisiert: 12.01.2010Wermelskirchen (RPO). Unter realistischen Bedingungen läuft sei gestern die Testphase der neuen Notfallaufnahme im Krankenhaus. Die Patienten und Mitarbeiter freuen sich über verbesserte Abläufe und eine weitaus schönere Optik.
Die neue Notfallambulanz des Krankenhauses ist seit gestern eröffnet: Ein gleißend heller und großzügiger Wartebereich eröffnet sich den Patienten auf den ersten Blick. "Die Kollegen haben schon gemeint, dass sie in der neuen Ambulanz jetzt sogar Sonnenbrillen aufsetzen müssen, so hell ist es", schmunzelt der Ärztliche Leiter des Krankenhauses, Dr. Volker Launhardt. Für ihn und Krankenhausgeschäftsführer Christian Madsen ist die Inbetriebnahme der modernen, hellen und weitaus besser geordneten Ambulanz ein weiterer großer Fortschritt für das Haus.
Patienten werden "vorsortiert"
Für eine Million Euro wurde gebaut. Das Land hat den Umbau mit 700 000 Euro gefördert. Seit gestern läuft allerdings zunächst eine Testphase. Die offizielle Eröffnung soll am 12. März erfolgen, mit einer Einladung an die Bürger, kündigt Christian Madsen an. Viele Neugierige, Patienten aus den Stationen, haben sich aber gestern bereits in der neuen Ambulanz umgesehen, berichtete Ambulanzleiter Holger Ballsieper.
Das Ambulanzpersonal
In der neuen Notfallambulanz im Krankenhaus tun in der Frühschicht drei bis vier Mitarbeiter ihren Dienst, zwei sind jeweils für die Spätschicht angesetzt. Die Ärzte werden nach Bedarf hinzu geholt. An den Wochenenden und nachts betreuen die Bereitschaftsärzte die Ambulanz. In der Testphase wird jetzt nachts noch die alte, provisorische Ambulanz mitgenutzt. Die Gynäkologie hat, wie auch in anderen Häusern, ihre eigene Ambulanzversorgung.
Den ersten Kontakt zu den Patienten hatte gestern Morgen Ute Stricker, die die zentrale Aufnahme leitet: "Eine besondere Herausforderung", weiß die erfahrene Mitarbeiterin, die bereits seit 29 Jahren am Krankenhaus tätig ist. Denn zuvor leitete sie die Chirurgische Ambulanz, jetzt gehört Ute Stricker zu dem kompetenten Aufnahmeteam, das alle "Fälle" zuerst einmal "vorsortiert". Denn die Zentrale dirigiert die Patienten sofort "passgenau" auf die entsprechenden Stationen oder in die sowohl chirurgisch, als auch für die Innere Medizin nutzbaren neuen Behandlungsräume der Ambulanz. Für kleine Eingriffe, wie beispielsweise, das Nähen einer Wunde, gibt es ein eigenes Behandlungszimmer: Alle hell, geräumig, medizinisch-technisch auf neuestem Stand.
Für die Patienten ist besonders auf- und augenfällig, dass der ehemals dunkle Warteflur verschwunden ist und dass die Wartezeiten schon gestern beim Start in der Regel kürzer waren: "Es läuft alles sehr zügig", freute sich Ute Stricker. "Natürlich kommt es immer auf die Fälle an. Wenn etwas Schweres anliegt, dann dauert es länger", schränkte Holger Ballsieper ein, war aber gestern ganz zufrieden: "Wir hatten auch schon Liegendanfahrten und das hat gut funktioniert. Die Kranken müssen jetzt auch nicht mehr an den Wartenden vorbei gefahren werden. Dieses große Schauspiel gibt es jetzt zum Glück nicht mehr", sagt der Ambulanzleiter.
Den Testlauf unter absolut realen Bedingungen hat Dr. Launhardt für die Ambulanz angeordnet, um höchstmögliche Sicherheit in die für die Mitarbeiter noch neuen Abläufe zu bekommen: "Alles ist noch ungewohnt, man guckt schon mal in die falsche Richtung", gibt Ute Stricker zu. Aber sie weiß aus Erfahrung, dass auch die neuen Abläufe in kurzer Zeit verinnerlicht sein werden.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



