Wermelskirchen: Noch zu wenig "Wir-Gefühl"
VON WERNER JANUSZEWSKI - zuletzt aktualisiert: 27.03.2009Wermelskirchen (RPO). Im Jahresbericht des WiW-Marketingvereins wurde deutlich, dass im Handel die Bereitschaft zu gemeinsamen Aktionen nicht gerade stark ausgeprägt ist. Zu viele halten sich außen vor.
Bei Nikolausmarkt und Zählscheinaktion decken die Erlöse nicht die Kosten. Diese unerfreuliche Mitteilung musste WiW-Geschäftsführer Heinrich Niehaves den Mitgliedern des WiW-Marketingvereins im Rahmen seines Rechenschaftsberichtes in der Mitgliederversammlung im Hotel "Zum Schwanen" machen. Auch räumte er ein, dass es bisher nicht gelungen sei, das "Wir-Gefühl" in dem Maße zu erzielen wie erhofft und eigentlich auch nötig. Vor diesem Hintergrund appellierte Heinrich Niehaves einmal mehr an die örtlichen Gewerbetreibenden: "Helfen Sie mit, dass das Wir-Gefühl gestärkt wird. Nutzen wir die Möglichkeiten, unsere Stadt weiter nach vorne zu bringen."
Fußball-Länderspiel
Ein Fußball-Länderspiel der U15/16-Frauen soll es Ende Juli im Eifgen-Stadion geben, kündigte der WiW-Vorstand an. Antreten werden Teams von Deutschland und Schottland. Ausrichter der Begegnung ist der SV 09.
Niehaves kündigte an, dass in nächster Zeit besonders über Nikolausmarkt und Zählscheinaktion "Gespräche geführt werden" sollen. Gleiches solle auch zum Thema "Untere Eich" geschehen. "Wir müssen aufpassen, dass die Untere Eich nicht abgehängt wird", warnte der WiW-Geschäftsführer.
Zuvor jedoch hatte Niehaves verkündet, dass aus Sicht des Vorstandes das Jahr 2008 mit vielen Veranstaltungen "ein positiver Zeitraum" gewesen sei. Aus "kleinen Unebenheiten" haben man "Lehren gezogen". Die finanzielle Lage des Marketing-Vereins (Bilanzvolumen rund 44 000 Euro) sei "ausgeglichen". Inzwischen habe man seitens des Finanzamtes die vorläufige Anerkennung der Gemeinnützigkeit bekommen, was für die Ausstellung von Spendenbescheinigungen wichtig sei.
Kassenprüfer nicht anwesend
Die Entlastung des WiW-Vorstandes verzögerte sich danach einige Zeit. Es musste improvisiert werden, weil Kassenprüfer Rüdiger Madel zur Versammlung nicht gekommen und auch telefonisch nicht zu erreichen war. Zudem lag das Prüfprotokoll in der Versammlung nicht vor. WiW-Vorsitzender Johannes Schnütgen versicherte, dass das unterschriebene Protokoll in der WiW-Geschäftsstelle eingesehen werden könne, ebenso der Geschäftsbericht.
Unter Versammlungsleitung des WiW-Vorsitzenden Schnütgen, kam es dann auch ohne vorliegenden Kassenbericht zur Abstimmung über die Entlastung des Vorstandes. Sie wurde von den Mitgliedern erteilt. Auch bestellten sie Rüdiger Madel erneut zum Kassenprüfer. Allerdings konnte, weil Madel nicht anwesend war, dessen Annahme der Wahl nicht eingeholt werden.
WiW-Mitarbeiter Maximilian Fresen berichtete im weiteren Versammlungsverlauf im Hotel zum Schwanen über Schwierigkeiten bei der Terminauflistung für den WiW-Veranstaltungskalender. Manche Veranstalter würden trotz – zum Teil wiederholter – Aufforderungen Termine für den Flyer nicht immer rechtzeitig mitteilen. Auch gebe es immer wieder unvollständige Mitteilungen. Fresen appellierte im Interesse der Öffentlichkeitsarbeit hier für mehr Mitarbeit.
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