Wermelskirchen: OD Tente: Anlieger zahlen mehr
VON UDO TEIFEL - zuletzt aktualisiert: 24.02.2010Wermelskirchen (RPO). Der Baubeginn der Ortsdurchfahrt ist nun doch erst für Herbst 2010 vorgesehen. Der Beitrag der Anlieger hat sich gegenüber der ursprünglichen Angaben fast vervierfacht. Auf jeder Seite wird ein Rad-/Gehweg gebaut.
Tente Im Herbst soll mit dem Ausbau der 1400 Meter langen Ortsdurchfahrt Tente begonnen werden. Der Landesbetrieb Straßen NRW ist in der letzten Planungsphase vor der Ausschreibung, die im Frühsommer erfolgen soll. Johannes Szmais (Straßen NRW): "Wir werden wohl nicht die geplanten 18 Monate Bauzeit in Anspruch nehmen müssen."
Damit kann ein Schlussstrich gezogen werden unter eine Planung, die erstmals 2006 vorgestellt wurde. Wobei die Ausbau-Wünsche schon seit über zehn Jahren diskutiert werden -– auch im Zusammenhang mit dem Bau der Umgehungsstraße B51. Erstmals kündigten die Planer 2004 den Ausbau für 2005 an. Und dann wurde der Termin immer wieder verschoben. Zuletzt, als die Ortsdurchfahrten in Stumpf und Hilgen gebaut wurden. Und noch im Herbst hatte Straßen NRW von einem Baustart im Frühjahr 2010 gesprochen.
Der Beschluss
Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr wird den erforderlichen Baubeschluss am Montag, 1. März, 18 Uhr, in öffentlicher Sitzung im Bürgerzentrum diskutieren und fassen.
Neue Abrechnungsgrundlage
Auf der Basis des Projektstandes 2006 wurden die Bürger darüber informiert, dass sie als Anlieger einen Beitrag von 30 bis 40 Cent pro Quadratmeter zu leisten hätten. Der Betrag hat sich jetzt vervierfacht: Der Ausbaubeitragssatz beträgt nach der der Stadt vorliegenden Berechnung 1,40 bis 1,70 Euro je Quadratmeter. Hintergrund ist eine Änderung der Abrechnungsgrundlage. Der Bund beteiligt sich nur noch an der Finanzierung gemeinsamer Geh- und Radwege, wenn die Gemeinde die Hälfte der Bau- und Unterhaltungskosten des Gehweganteils übernimmt.
Beim Ausbau der Straße wird die Ortsdurchfahrt durchgängig sieben Meter breit sein. Auf jeder Seite der Straße liegt ein in der Regel 2,25 Meter breiter Rad-/Gehweg, der, je nach Platzangebot, durch einen 45 Zentimeter breiten Sicherheitsstraße oder einen ein bis 2,6 Meter breiten Grünstreifen von der Fahrbahn getrennt wird. Der Rad-/Gehweg wird bituminös und die Sicherheitsstreifen mit Betonsteinpflaster befestigt.
Die Ausbaukosten der Fahrbahn und die Hälfte des Rad-/Gehweges (Teil Radweg) werden vom Land getragen. Die Ausbaukosten für die Errichtung von Parkplatzflächen sowie die Veränderung der Straßenbeleuchtung und die Hälfte des Rad-Gehweges (Teil Gehweg) trägt die Stadt. Der städtische Anteil am Ausbau der Ortsdurchfahrt Tente beträgt damit 510 000 Euro.
Die Anlieger werden nach dem Kommunalen Abgabengesetz beteiligt: Der Verteilungsschlüssel beträgt bei den Nebenanlagen 50 Prozent und bei der Beleuchtung zehn Prozent. Die auf die Anlieger zu verteilende Kostensumme beträgt 207 000 Euro – 195 000 Euro für Gehweg und Parkflächen und 12 000 Euro für die Beleuchtung.
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik, Wirtschaft, Panorama, Sport,
Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft, Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten Bilder,
Live-Ticker, Kolumnen und Hintergrundberichte.



