Wermelskirchen: Paulig: Kommunikation ist uns misslungen
zuletzt aktualisiert: 15.03.2011Wermelskirchen (RPO). Als einen "erzieherischen Effekt" sieht Friedel Burghoff den Antrag des Regenbogen-Bündnisses, ab 2012 Benutzungsgebühren für Hallen und Sportstätten einzuführen. Bei einem Termin 2010, als die Verwaltung die prekäre Haushaltssituation verdeutlichte, seien nur ganz wenige Vereine anwesend gewesen. "Die Hallen sind nicht vernünftig ausgelastet. Wir wollen die Vereine nicht nur zur Kasse bitten. Die Gebühren müssen erzieherisch wirken", so seine Rechtfertigung.
Diskutiert wurden weder das Gutachten noch inhaltlich die Forderung nach Schließung des Freibades Dabringhausen oder die Benutzungsgebühren – Burghoff versuchte das Gremium zu überzeugen, dass das Gutachten nicht Grundlage des Antrages zu Freibad und Quellenbad sei. In keinem Wort sei das Gutachten erwähnt oder Ergebnisse dargestellt, argumentierte er; er stellte sogar in Abrede, dass Vorschläge des Gutachters in den Antrag eingeflossen seien. "Die Bündnisgruppe hat das selbstständig erarbeitet."
Vielmehr kritisierte er die Veröffentlichung des Bädergutachtens auf der Homepage der SPD – Bürgermeister Eric Weik sah die Veröffentlichung vor allem aus urheberrechtlichen Gründen als problematisch an. Der Vorgang werde auf jeden Fall rechtlich geprüft.
Jochen Bilstein (SPD) sieht dem gelassen entgegen: "Wir hatten im Ältestenrat beschlossen, bis zur Erklärung der Fraktionen in diesem Gremium weder das Gutachten zu veröffentlichen noch weitreichende Beschlüsse, die auf den gutachterlichen Zahlen beruhen und nur so nachzuvollziehen sind, zu veröffentlichen." Ein Förderverein werde vor vollendete Tatsachen gestellt.
Die Kommunikation, gestand Jutta Paulig (Grüne) ein, sei miserabel gewesen. Wichtig war ihr, dass für 2011 keine Fakten geschaffen worden seien. "Wir haben nicht mit den Vereinen gesprochen. Das ist nicht mehr rückgängig zu machen." Aber das erklärte Ziel des Bündnisses sei es, mit Vertretern des Freibades und den Hallen- und Sportstättennutzern über diesen Antrag ins Gespräch zu kommen. "Wir suchen einen anderen Weg. Nämlich die Vereine über Kreativität ins Boot zu holen. Mit dem Antrag zeigen wir die Konsequenzen auf, wenn sie nicht mitarbeiten.
Der Ausschuss vertagte den Antrag, da er nicht zur Beratung in den Fraktionen vorlag. Eine Entscheidung fällt im Stadtrat am 28. März.
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