Wermelskirchen: Pohlhausen außer Rand und Band
VON KRISTINA DE GIORGI - zuletzt aktualisiert: 08.02.2010Wermelskirchen (RPO). Einst ein Geheimtipp, jetzt längst ein Highlight im Wermelskirchener Karneval: "Pohleser Pläsier" im Treff am Silberberg. Viele kölsche Karnevalsgrößen treten in Pohlhausen seit Jahren auf. Entsprechend groß war auch in diesem Jahr der Zulauf.
Pohlhausen Es wurde geschunkelt, es wurde gebützt und es wurde bunt in Pohlhausen. Und anscheinend war es diesmal "in", alles verdreht zu sehen. Ein Polizist in Uniform, der von hinten gesehen ein Sträfling ist, eine Dame mit Teufelshörnern und Engelsflügeln und junge Herren in Damenkleidern.
In Pohlhausen stand der Treff am Silberberg wieder einmal Kopf. Markus Homburg lockte die kölschen Karnevalsgrößen wieder in das Vereinshaus der TuRa Pohlhausen und bot echten kölschen Karneval. Bereits zum elften Mal wurde in das Vereinshaus geladen, schon beim Eintritt sorgte die Thekenmannschaft in bayerischer Montur für gute Laune und einen reibungslosen Ablauf. Kölschkränze, Würstchen und belegte Brötchen gingen über die Theke.
Hut ab
Bereits zum 11. Mal feierte Pohlhausen den "Pohleser Pläsier" mit Stars aus Funk und Fernsehen. Dafür trotzte der Verein auch den Schneemassen. Zufahrt und Parkplätze waren bestens geräumt, die Wege gestreut und sicher zu begehen. Karneval ist in Pohlhausen nicht nur feiern, sondern auch organisieren und arbeiten. Hut ab!
Markus Homburgs Heimspiel
Oberste Priorität war dabei, ja nicht mit dem Schunkeln aufzuhören. Doch die Jecken sind ja geübt. Die Eröffnung unterlag natürlich Markus Homburg, der sein Potpourri an kölschen Liedern zum Besten gab. Und dann ging es Schlag auf Schlag. Nur unterbrochen von kurzen Pausen für die "Streckenraucher" und "Klogänger", wurde rund fünf Stunden Programm geboten. Besonders gut kamen dabei die Büttenreden an. Feuerwehrmann Kresse, bestückt mit Schlauch, wirrer Kopfbedeckung und Rucksack, erklärte, warum ein Quartett aus drei Mann, beziehungsweise zwei Brüdern besteht und wieso Bogenschießen weitaus schwieriger ist als gerade schießen. Auch ktuelle brisante Themen griffen die Künstler. So hatte Kresse eine CD dabei, auf der die Brandstiftungen der nächsten zehn Jahre verzeichnet sind. "Ne Kölsche Schutzmann" sowie "Ne Komische Hellije" taten es ihm nach und verzichteten auch unter Zeitdruck nicht auf eine kleine Zugabe.
Schottenpaare, Bienen, Schwarzwaldmädel, Clowns und Köche sangen lauthals mit und wurden des Schunkelns nicht müde. Egal ob es die "Original Negerköpp" in historischen Kostümen und einer Mischung aus traditionellen Liedern oder das Duo "Nett Colonia" mit Witz und Stimmungskrachern war.
"Hier ist was los im Saal", brachte es Homburg auf den Punkt. Die Dhünner Tanzgarde weiß, wie man Leuten einheizt. Mit "We will rock you" und Michael Jacksons "Beat it" machte sie richtig Stimmung, um dann in den Funkemariechen-Tanz überzugehen. Das hatte Stil und wurde wild bejubelt. Auch die Dabringhauser verteidigten den Lokalkarneval. Mit Dreigestirn und Altstadtgarde wurde es da zwar etwas eng, aber blieb gemütlich.
Bilderstrecke Nicht alle schönen Fotos können veröffentlicht werden. Daher finden Sie unter www.rp-online.de/wermelskirchen eine Bilderstrecke dieser drei Veranstaltungen.
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