Wermelskirchen: Politiker müssen sich informieren
VON GUNDHILD TILLMANNS - zuletzt aktualisiert: 19.02.2011Wermelskirchen (RPO). Die Welt als Scheibe, das sei die Sicht der SPD Wermelskirchen auf die Dinge: So hat es SPD-Gastmitglied Wolfgang Horn einmal in seinem Blog bezeichnet. Dass dem so ist, zeigte sich jetzt im Sozialausschuss. Eine Sozialkonferenz befand die SPD für nötig, um endlich etwas gegen die Jugendarbeitslosigkeit zu tun. Das hatte sie im September beantragt. Zunächst kein schlechter Gedanke...aber, was die SPD nicht wusste...Es wird bereits seit geschlagenen zehn Jahren nicht nur etwas, sondern ganz viel gegen die Jugendarbeitslosigkeit in Wermelskirchen getan. Aber warum wussten die sozialdemokratischen Sozialpolitiker nichts davon? Die Stadtverwaltung habe ihnen doch überhaupt nichts davon gesagt, jammerte Klaus Klophaus jetzt im Sozialausschuss. Nun ist es aber nicht die Bringschuld der Verwaltung, den Politikern jede öffentlich zugängliche und stadtbekannte Information noch einmal auf dem Silbertablett hinterher zu tragen. Gerade von Sozialpolitikern muss man erwarten, dass sie sich mit der Materie auch selbst befassen und sich auf dem Laufenden halten. Denn alles, was jetzt im Sozialausschuss referiert wurde, hat immer wieder in unserer Zeitung gestanden, ist im Internet des Hilfsnetzwerkes nachzulesen, kann überall bei den Betroffenen abgefragt werden. Dazu muss sich dann die SPD aber auf die Weltkugel begeben, ihre beschränkte Sicht von ihrer Weltscheibe aus reicht da nicht.
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