Wermelskirchen: Polizeiaktion: 24 Raser "geblitzt"
VON UDO TEIFEL - zuletzt aktualisiert: 13.02.2012Wermelskirchen (RP). Mit 76 Stundenkilometern wollte der Autofahrer am Freitag durch Kreckersweg rasen. Pech für ihn, dass ausgerechnet zu der Stunde die Kontrollstelle der Polizei dort eingerichtet war:
50 Stundenkilometer waren nur erlaubt – den Mann erwartet nun ein Bußgeld von 100 Euro und drei Punkte in Flensburg. Zudem darf er sich eines nicht schmeichelhaften Rekords rühmen: Bei der 24-Stunden-Blitzeraktion der Polizei sorgte er für die höchste Geschwindigkeitsüberschreitung im nördlichen Kreisgebiet.
30 Polizeibeamte und zwei Mitarbeiter des Kreises waren am Freitag von sechs bis 24 Uhr kreisweit im Einsatz, um mit Lasermessgeräten und Radar die Geschwindigkeit zu kontrollieren. 30 Kontrollstellen waren eingerichtet worden, in Wermelskirchen sechs: Telegrafenstraße, B 51 in Neuenhaus (mehrfach), B 51 in Hilgen, L 101 in Kreckersweg, Wielstraße, Königsberger Straße und Wustbacher Straße.
190 waren kreisweit zu schnell
24 Geschwindigkeitsverstöße wurden in Wermelskirchen registriert, zudem vier andere. Spitzenreiter bei den Verstößen war Burscheid mit 57. Insgesamt wurden 963 Fahrzeuge gemessen, in 190 Fällen, so gestern die Polizei, wurde eine Geschwindigkeitsüberschreitung festgestellt. In der Regel lagen die Überschreitungen zwischen sieben und 20 Stundenkilometern – die Autofahrer mussten nur ein Verwarungsgeld bezahlen.
Der Einsatzleiter, Polizeihauptkommissar Alexander Wittgen, führte die Ergebnisse auch auf die Berichterstattung in den Medien zurück: "Die vielen Informationen und die Bekanntmachung des Termins dieses Sondereinsatzes wurde in Gesprächen mit angehaltenen Verkehrsteilnehmern immer wieder als zusätzlicher Grund für die eigene, eher zurückhaltende Fahrweise genannt." Deshalb, so Wittgen, waren "ertappte" Verkehrssünder in der Mehrzahl über die eigene "Dummheit" verärgert, weil sie trotz Kenntnis über die Kontrollen aufgefallen waren. "Widerspruch oder Kritik an unseren Maßnahmen waren eher die Ausnahme."
Als "herausragend" nennt die Polizei den Verstoß eines Lastwagenfahrers, der Holz transportierte. 40 Tonnen Gesamtgewicht waren zugelassen, das Gespann wog 51 Tonnen. Die Weiterfahrt wurde untersagt – der Fahrer muss 425 Euro Bußgeld zahlen. Mehrere Punkte in Flensburg sind ihm auch gewiss.
Die Bergische Morgenpost lohnt sich Tag für Tag - jetzt testen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



